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WM 2026: Warum Argentinien-Präsident Milei nicht zum Finale in die USA reist Live-Blog Fifa treibt Amerikanisierung voran: Weltmeister sollen erstmals Ringe für den Sieg bekommen +++ Beim Endspiel ist doch noch ein Deutscher dabei +++ Tränen bei Final-Schieri +++ Der WM-Blog.

Javier Milei: Trägt seinen Tagen nur noch die gleiche Jacke. Foto: AP Photo/Natacha PisarenkoGroße Ehre für deutschen Referee: Als Video-Assistent im WM-Finale dabeiBeim WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien ist zumindest doch noch ein Deutscher dabei: Schiedsrichter Bastian Dankert wird als Video-Assistent im Einsatz sein. Der Fußball-Weltverband Fifa berief den 46-Jährigen für das Endspiel in East Rutherford zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag (21.00 Uhr MESZ). Dankert ist international einer der erfahrensten Video-Schiedsrichter. Das Finale ist sein insgesamt zwölfter Einsatz beim Turnier in Kanada, Mexiko und den USA, jeweils sechsmal war er als Video-Assistent und als unterstützender Video-Assistent gefordert.Bastian Dankert: Beim Finale als VAR eingeplant. dpaArgentiniens Präsident reist nicht zum Finale – aus AberglaubenArgentiniens Präsident Javier Milei wird das WM-Finale gegen Spanien aus Aberglauben nicht im Stadion verfolgen. „Nein, auf keinen Fall“, antwortete Milei beim Radiosender „El Observador“ auf die Frage, ob er am Sonntag zum Endspiel in die USA reisen werde. Der Präsident erklärte, er werde das Spiel in East Rutherford wie die bisherigen Partien der argentinischen Nationalmannschaft von seinem Amtssitz Quinta de Olivos in der Provinz Buenos Aires aus verfolgen. Zu seiner Glücksroutine gehört auch, bei den Spielen stets dieselbe Jacke zu tragen. Während des Achtelfinals gegen die Schweiz (3:1 nach Verlängerung) habe er sie kurz ausgezogen. „Ich zog sie aus und wir kassierten ein Tor. Ich zog sie wieder an und habe sie seitdem nicht mehr ausgezogen“, sagte Milei.Javier Milei: Jubelt er auch am Sonntagabend auf seinem Amtssitz vor dem Fernseher? apErling Haaland nimmt Einladung von „Spiderman“ verspätet anEine Privatnachricht von Schauspieler Tom Holland an den Fußballer bei Instagram blieb unbeantwortet. Bis jetzt.Der norwegische Fußball-Star Erling Haaland hat mit etwas Verspätung eine Einladung von „Spiderman“-Darsteller Tom Holland angenommen. Holland hatte in der „Tonight Show“ von Jimmy Fallon erzählt, dass er Haaland eine Einladung zum Abendessen per Instagram-Privatnachricht geschickt habe, Haaland aber nicht reagiert habe. Nun kommentierte der 25 Jahre alte Haaland den Ausschnitt der Fallon-Sendung bei Instagram: „Abendessen-Einladung akzeptiert. Ein bisschen spät. Sag nur den Ort!“Schauspieler Holland (30) hatte in der US-Show zuvor berichtet, er habe Haaland bei einem Formel-1-Rennen in Monaco gesehen und gedacht: „Ich probiere es mal“. Von Haaland kam daraufhin laut Holland: „Nicht mal eine Antwort darauf, keine Entschuldigung, kein „Ich habe heute Abend schon etwas vor, ich spiele Fußball“, nada.“ Das sei genau die Erfahrung, die Schauspieler Demut lehre. Ob er noch immer mit dem Norweger essen gehen wolle? Er bezweifle, dass Haaland nun noch mit ihm essen würde, sagte der Brite Holland in Anspielung auf die Niederlage von Norwegen gegen England im Viertelfinale der Fußballweltmeisterschaft. Damit hat er sich offensichtlich getäuscht.Final-Schiri Vincic: Tränen bei der NominierungSchiedsrichter Slavko Vincic brach in Tränen aus und umarmte tief bewegt seine Assistenten Tomaz Klancnik und Andraz Kovacic. Ein Video des Fußball-Weltverbandes FIFA zeigt den berührenden Moment, als der Referee aus Slowenien erfahren hat, dass er am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in East Rutherford das WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien pfeifen darf. Für den 46-Jährigen ist es sein erstes WM-Endspiel. Im Turnier kommt er zum vierten Mal zum Einsatz, zuvor pfiff er unter anderem das 2:0 von Co-Gastgeber Mexiko gegen Ecuador im Sechzehntelfinale. Sein zuvor größtes Finale war das Champions-League-Duell von Real Madrid und Borussia Dortmund (2:0) im Jahr 2024. Der deutsche Schiedsrichter Bastian Dankert wird beim WM-Finale als Video-Assistent im Einsatz sein. Slavko Vincic: Final-Referee. ImagoDie Final-Nominierung gab Fifa-Schiedsrichter-Boss Pierluigi Collina bei einer Besprechung mit Unparteiischen, Assistenten und Videoschiedsrichtern bekannt, die die Entscheidung alle sichtlich angespannt erwarteten. Der Italiener überreichte dann Vincic ein schwarzes Trikot mit seinem Namen.Es geht um WM-Tickets: Gericht erlässt Verfügung gegen FifaIm Zusammenhang mit dem Verkauf von WM-Tickets hat das Landgericht Frankfurt eine einstweilige Verfügung gegen die Fifa erlassen. Der Beschluss gebe dem Fußball-Weltverband auf, „bestimmte Gestaltungen im Zusammenhang mit dem Ticketverkauf in der Bundesrepublik Deutschland gegenüber Verbrauchern zu unterlassen“, teilte das Gericht auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegen den Beschluss ist Widerspruch möglich.Die Ticketverkaufsplattform Ticombo GmbH als Antragsstellerin wirft der Fifa manipulative Ticketvergabeverfahren vor. Dabei geht es unter anderem um Zeitdruck und die Gestaltung des Kaufablaufs sowie um mangelnde Transparenz auf der Wiederverkaufsplattform des Weltverbands.Fifa treibt Amerikanisierung voran: Weltmeister sollen Ringe für den Sieg bekommenDie neuen Fußball-Weltmeister erhalten neben der WM-Trophäe und den Goldmedaillen einen weiteren Preis für ihren Titelgewinn. Die Fifa vergibt erstmals Ringe an den Sieger des Finals zwischen Spanien und Argentinien am Sonntag in East Rutherford (21.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV), wie der Weltverband mitteilte.Eine Seite des Rings solle die WM-Trophäe zeigen, die andere die Identität des Teams widerspiegeln, hieß es weiter. Direkt nach dem Finale sollen der Kapitän und der Trainer der Siegermannschaft eine vorläufige Version erhalten. Insgesamt gibt es 30 Ringe für das Gewinnerteam, diese werden zu einem späteren Zeitpunkt angefertigt. Dazu sollen 1.996 Ringe an Fans verkauft werden. Dass Meisterteams Ringe für ihren Triumph erhalten, ist vor allem im amerikanischen Sport Tradition. So werden unter anderem an die Champions in der NFL und NBA Meisterringe vergeben. Diese sind häufig mit wertvollen Edelsteinen besetzt und werden zum größten Teil von den Besitzern der Teams finanziert.Trotz Kritik: Ouahbi bleibt Nationalcoach von MarokkoMarokkos Fußball-Verband hält trotz des verpassten WM-Halbfinals an Trainer Mohamed Ouahbi fest. Der Beschluss sei in einer Sitzung des Exekutivkomitees gefasst worden, teilte Verbandsfunktionär Abdessalam Belegchour in einem Statement auf der Plattform X mit. Marokkos Nationalteam war im Viertelfinale an Frankreich (0:2) gescheitert. Danach hatte es auch kritische Pressestimmen gegenüber Ouahbi gegeben. Belegchour betonte nun, dass in der Sitzung „das Vertrauen in Trainer Mohamed Ouahbi bekräftigt wurde, damit er seine Arbeit in der kommenden Zeit fortsetzen kann“. Der 49 Jahre alte Cheftrainer hatte erst Anfang März das Amt von Walid Regragui übernommen. Im vergangenen Jahr war ihm mit der U20 der Gewinn des WM-Titels gelungen.Bei dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko hatte er die „Löwen vom Atlas“ in der Gruppenphase auf Platz zwei hinter Brasilien geführt. Siege in den K.-o.-Duellen gab es im Sechzehntelfinale gegen die Niederlande und im Achtelfinale gegen Kanada. 2022 hatte Marokko als erste Mannschaft aus Afrika ein WM-Halbfinale erreicht.Oberschenkelblessur: Spanien zittert um Jungstar Lamine YamalDrei Tage vor dem Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft gegen Titelverteidiger Argentinien sorgt diese Nachricht für großes Zittern in Spanien: Jungstar Lamine Yamal hat beim Mannschaftstraining gefehlt. Wie die Sportzeitung „Marca“ berichtete, absolvierte der 19-Jährige ebenso wie Teamkollege Pedro Porro nur eine individuelle Einheit. Grund dafür ist eine Blessur am linken Oberschenkel. Diese hatte sich der Offensivspieler des FC Barcelona im Halbfinale gegen Frankreich (2:0) zugezogen. Yamal war mit Frankreichs Verteidiger Lucas Digne kollidiert, als dieser den heraneilenden Spanier bei einem Klärungsversuch nicht gesehen und ihn am Oberschenkel getroffen hatte. Dies führte zum Strafstoß, den Mikel Oyarzabal zum 1:0 verwandelte.Szene mit Folgen: Der Franzose Lucas Digne (re.) foult Lamine Yamal. Der fällige Elfmeter brachte das 1:0 für Spanien – und wirkt jetzt bei Yamal nach.Porro pausierte wegen muskulärer Probleme. Wie „Marca“ berichtete, sieht Trainer Luis de la Fuente kein Problem in dem individuellen Training beider Spieler. Es sei kein Grund zur Sorge, sondern nur eine Vorsichtsmaßnahme, hieß es.Matthäus über Tuchel und Nagelsmann: „Überschlaue Trainer“Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht nach dem Halbfinal-Aus von England bei der Fußball-WM gegen Argentinien (1:2) Parallelen zwischen Thomas Tuchel und Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann. Beide als Taktiker bekannte Coaches haben nach Ansicht des 65-Jährigen personelle Fehler begangen. „Ich habe großen Respekt vor Thomas Tuchel, aber er hat sich verzockt!“,sagte Matthäus der „Bild“.Nagelsmann habe mit Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger im zentralen Mittelfeld auf einen strategisch wichtigen Führungsspieler verzichtet. „Auch deshalb ist Deutschland so früh ausgeschieden. Tuchel nahm seinen Strategen (Declan) Rice raus. Das macht man nicht, es sei denn, er ist verletzt. Das sind dann die überschlauen Trainer, die unbedingt etwas Besonderes machen wollen“, sagte der einstige Nationaltrainer von Ungarn und Bulgarien.England habe ein starkes Turnier gespielt und sei auch gegen Argentinien leicht besser gewesen. „Bis Taktiker Tuchel diesen taktischen Fehler machte. Rice ist wichtig für die Statik. Mit seinen Wechseln hat Tuchel die gesamte Struktur des Spiels verändert und den Argentiniern gezeigt, dass er nur noch defensiv spielen will“, meinte der Weltmeister von 1990.Trumps WM-Debüt im Finale: Kein Entgehen für den WeltmeisterZum WM-Finale mit Lionel Messi und Lamine Yamal taucht Donald Trump dann doch noch auf. Mit Ausnahme seiner Einmischung im Rote-Karten-Skandal um US-Profi Folarin Balogun hat sich der US-Präsident beim XXL-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko bislang komplett rausgehalten und nicht ein Spiel besucht. Die Befürchtungen, dass die WM von Trump überschattet werde, haben sich nicht bestätigt. Am Sonntag beim Finale zwischen Spanien und Argentinien (21 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) führt aber kein Weg am mächtigsten Mann der Welt vorbei - zumindest nicht für den neuen Weltmeister.Denn Trump wird bei der Siegerehrung nicht nur in einer Reihe stehen mit Fifa-Präsident Gianni Infantino und gemeinsam mit weiteren Repräsentanten des Weltfußballs Hände schütteln und Glückwünsche aussprechen, wie das in der Vergangenheit üblich war. Gut einen Monat nach seinem 80. Geburtstag will der er den goldenen Pokal an den Kapitän der Weltmeistermannschaft, entweder Argentiniens Messi oder Spaniens Rodri, übergeben. So hat es Infantino angekündigt. Donald Trump mit dem WM-Pokal vor dem Turnier. Am Sonntag wird er ihn an den Sieger übergeben. dpaFalkland-Provokation: London erwartet von Fifa eine UntersuchungDie britische Regierung erwartet vom Fußball-Weltverband Fifa eine Untersuchung zu der Provokation mit einem politischen Banner nach dem Halbfinal-Aus der englischen Nationalelf gegen Argentinien. Die Spieler des südamerikanischen Landes hatten nach ihrem 2:1-Triumph über die „Three Lions“ in der US-Metropole Atlanta ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falkland-Inseln sind argentinisch“) auf dem Platz gezeigt. „Wir erwarten von der Fifa, dass sie das untersuchen“, sagte der britische Wirtschaftsminister Peter Kyle im BBC-Fernsehen. Politik müsse aus dem Fußball herausgehalten werden, so der Minister weiter. Der Sprecher des britischen Premiers Keir Starmer sagte zu der Provokation: „Die WM-Trophäe mag uns nicht gehören, die Falkland-Inseln aber definitiv.“ Die Fifa verbietet Spielern und Offiziellen rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit Ärger drohen. Bislang äußerte sich die Fifa nicht zu dem Vorfall.Großbritannien und Argentinien hatten im Falkland-Krieg 1982 einen bewaffneten Konflikt über die Kontrolle der Inselgruppe im Südatlantik ausgetragen mit Hunderten Toten. Dem britischen Militär gelang es damals, die argentinischen Angreifer von dem dünn besiedelten Überseegebiet zu vertreiben. Die Niederlage beschleunigte den Fall der Militärregierung in dem Land. Doch bis heute hat Buenos Aires hat seine Ansprüche auf die in Argentinien als Las Malvinas bezeichnete Inselgruppe nicht aufgegeben.„Moment des Stolzes“: WM-Finale wird zum Marketing-Triumph für AdidasFür den Sportartikelhersteller Adidas wird das Finale der Fußball-WM zu einem Triumph im Duell der Ausrüster. Im Endspiel am Sonntag stehen sich mit Argentinien und Spanien zwei von dem fränkischen Konzern ausgerüstete Nationalmannschaften gegenüber. Der große Rivale Nike geht dagegen ausgerechnet bei der WM im eigenen Land leer aus, nachdem seine letzten Hoffnungen mit der Niederlage Englands im Halbfinale am Mittwoch zerschlagen wurden. Für Adidas bedeutet das rein von der Marke mit den drei Streifen dominierte Finale eine enorme Steigerung der Sichtbarkeit.Der Erfolg auf dem Spielfeld spiegelt sich auch in der jüngsten Geschäftsentwicklung wider. Der Anteil von Adidas am Schuhmarkt stieg Daten des Analysehauses M Science zufolge im Juni auf 19,2 Prozent von 16 Prozent im Vorjahr. Nike verlor im selben Zeitraum Marktanteile. Adidas sei der „klare Gewinner“, erklärte ein Analyst von M Science. Der Konzern aus Herzogenaurach, ein offizieller WM-Sponsor, rechnete allein für das zweite Quartal mit Bestellungen für WM-Produkte im Wert von rund 250 Millionen Euro. Adidas bezeichnete das WM-Finale als „Moment des Stolzes“ für das Unternehmen, wollte sich jedoch nicht zu Umsatzprognosen äußern.Jubel des Algeriers Riyad Mahrez vor dem Adidas-Logo auf der Bande gegen Österreich: Adidas war nicht nur als Ausrüster zahlreicher Teams, sondern auch als offizieller Werbepartner der Fifa unter anderem am Spielfeldrand sehr präsent. ImagoNike hatte ebenfalls stark in das Turnier investiert, unter anderem mit einer aufwendigen Werbekampagne. Einem Analysten von Morningstar zufolge sind die Probleme des US-Konzerns jedoch grundlegender. „Es gibt wichtigere Themen wie Innovation bei Schuhen, Lagerkontrolle und die Stabilisierung von Umsatz und Margen in China“, sagte David Swartz. Die Nike-Aktie hat in diesem Jahr fast ein Drittel an Wert verloren, da Anleger mit dem Fortgang der Sanierungsstrategie unzufrieden sind. Ein Nike-Sprecher sagte, die Vision des Unternehmens für den Fußball sei „nie an einen einzigen Moment gebunden“ gewesen. Neben dem Sponsoring von Nationalmannschaften hatte Nike vor der WM zwei neue „Mercurial“-Fußballschuhe vorgestellt, Partnerschaften mit lokalen Streetwear-Designern geschlossen und das Fußball-Merchandise in weltweit mehr als 5000 Nike- und Einzelhandelsgeschäften aktualisiert. Die WM-Kampagne „Rip the Script“ – deren Herzstück ein Film mit Fußballikonen und Prominenten wie dem französischen Stürmer Kylian Mbappe und dem Reality-TV-Star Kim Kardashian ist – erzielte laut Nike in der ersten Turnierwoche 1,5 Milliarden Aufrufe. Bis zum Anpfiff verkauften sich die Trikots der Nationalmannschaften 2,5-mal häufiger als im vergleichbaren Zeitraum der WM 2022 in Katar. Werbung mit dem Slogan „Rip the Script“ rund um eine Nike-Filiale in London mit Englands Marcus Rashford und dem Brasilianer Vini Jr. (re.). BloombergRooney und Lineker attackieren Tuchel: „Unbegreiflich“Nach Englands WM-Aus gegen Argentinien prasselt heftige Kritik auf Nationaltrainer Thomas Tuchel ein. Auslöser sind seine taktischen Umstellungen nach dem Führungstreffer. „Wenn man Messi und Argentinien erlaubt, dass sie auf einen zustürmen, dann sucht man förmlich nach Ärger. Die Wechsel, die wir vorgenommen haben, haben uns nicht geholfen. Ich bin am Boden zerstört“, äußerte etwa der frühere Nationalspieler Wayne Rooney. Für den 80-maligen Nationalspieler Gary Lineker ist es „absolut unbegreiflich, dass man ausgerechnet gegen den besten Fußballspieler aller Zeiten die Taktik verfolgt, seine Spieler tief stehenzulassen“. Auch Michael Owen hatte keine positiven Worte für Tuchel übrig. „Welche Botschaft sendet das aus?“, fragte der Ballon-d'Or-Gewinner von 2001 auf der Plattform X. „Solange wir nicht verstehen, dass Mut und Courage bedeuten, unter Druck den Ball in den eigenen Reihen zu halten und das Spiel zu kontrollieren – statt den Ball einfach 40 Meter nach vorn zu schlagen oder zu köpfen –, wird das Ergebnis immer dasselbe sein.“Argentinien lacht über Pickfords SpickzettelJordan Pickford war auf alles vorbereitet – nur nicht darauf, dass sein Elfmeter-Spickzettel nach dem WM-Aus ausgerechnet die Argentinier zum Lachen bringen würde. Statt im Elfmeterschießen zum Einsatz zu kommen, landete der geheime Matchplan des englischen Nationaltorhüters in den Händen des Finalisten - und wurde zum Hit in den sozialen Medien.Auf seiner Trinkflasche klebte ein Zettel mit Notizen, in welche Ecke die einzelnen argentinischen Schützen bevorzugt schießen - und wohin Pickford entsprechend springen wollte. Lionel Messi und mehrere Mitspieler studierten neugierig den umsonst geschriebenen Spickzettel, lachten und reichten die Flasche untereinander weiter. Der Fitnesstrainer der Argentinier, Luis Martin, teilte ein entsprechendes Bild auf Instagram und schrieb spöttisch: „Schade, dass wir nicht denselben Plan hatten.“ Später löschte er den Beitrag.Kane über weitere WM mit England: Noch zu frühStürmerstar Harry Kane hat offen gelassen, ob er in vier Jahren einen weiteren Anlauf auf den WM-Titel mit dem englischen Fußball-Nationalteam starten will. Es sei zu früh, um darüber zu sprechen, sagte der Profi des FC Bayern München nach dem 1:2 gegen Argentinien im WM-Halbfinale. Er betrachte die Situation Jahr für Jahr und schaue, wie er sich fühle. Er spiele stets mit Stolz und Freude für das Nationalteam.Kane verwies darauf, dass er in diesem Sommer 33 Jahre alt werde. Gleichzeitig erwähnte er allerdings auch Lionel Messi, der auch mit 39 Jahren für Argentinien noch auf dem höchsten Niveau spiele. „Ich will mir keine Grenzen setzen“, betonte Kane in Atlanta. „Ich werde mich um die Situation kümmern, sobald sie auftritt. Aber im Moment geht es erst einmal darum, diese schwere Niederlage zu verarbeiten.“Alternative zu Klopp? Schweinsteiger hat spektakuläre Idee Der frühere Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger kann sich seinen ehemaligen Bayern-Chefcoach Louis van Gaal als Bundestrainer vorstellen. Der 74 Jahre alte Niederländer sei für ihn eine echte Option, sollte der geplante Deal mit Jürgen Klopp als Nachfolger von Julian Nagelsmann doch nicht zustande kommen, sagte Schweinsteiger nach dem WM-Halbfinale zwischen Argentinien und England (2:1) in der ARD. „Also wenn Louis van Gaal gesundheitlich die Energie hat, ja, hundertprozentig. Der würde auch gut passen. Das ist einer, der kann etwas Neues aufbauen und hat eine Struktur“, erklärte Schweinsteiger. Der langjährige Weltklasse-Profi und Weltmeister von 2014 arbeitete beim FC Bayern mit van Gaal zusammen und wurde von dem Niederländer unter anderem ins zentrale Mittelfeld versetzt.Prinz William: Enttäuscht und stolzDer britische Thronfolger Prinz William hat sich nach dem englischen Scheitern mit aufmunternden Sätzen an das Nationalteam gewandt. „Extrem enttäuscht. England, ihr habt alles gegeben, und wir sind alle so stolz auf euch“, schrieb der 44 Jahre alte Präsident des englischen Fußballverbands bei X. William bedankte sich bei allen Beteiligten „auf und neben dem Platz für ein unglaubliches Turnier“. „Der Kampfgeist und der Glaube, den ihr gezeigt habt, haben uns alle inspiriert“, schrieb er.Tuchel in der KritikDer frühere Bundesligatrainer Tuchel soll übereinstimmenden Medienberichten zufolge trotz des Scheiterns weiter das Vertrauen des englischen Verbands FA haben. Es werde erwartet, dass der deutsche Coach das Team auch zur Heim-EM 2028 führen werde, schrieb unter anderem die BBC kurz nach der Niederlage. Tuchel werde wahrscheinlich Trainer bleiben, schrieb die „Times“.Tuchel steht nach der Niederlage gegen Argentinien in der Kritik mehrerer Experten. Sie werfen dem früheren Bundesligatrainer vor, nach der 1:0-Führung auf eine zu defensive Taktik gesetzt zu haben. Ex-Stürmer Chris Sutton unterstellte Tuchel eine „Coaching-Katastrophe“.FA-Geschäftsführer Mark Bullingham äußerte sich direkt nach dem Schlusspfiff nicht konkret zur Vertragssituation Tuchels. „Die Spieler und Thomas haben heute alles gegeben und das Team, die Trainer und der Staff hätten nicht härter während des Turniers arbeiten können“, sagte der Funktionär. Argentinien droht Strafe durch die FifaSchon vor der Partie war das Halbfinal-Duell in Atlanta aufgrund der politischen Vergangenheit mächtig aufgeladen gewesen. Inmitten der Siegesfeier zeigten argentinische Spieler dann ein Plakat mit der Aufschrift „Las Malvinas son argentinas“ („Die Malvinas sind argentinisch“). Mit dem Spruch will Argentinien seine vermeintlichen Besitzansprüche auf die sogenannten Malvinas, wie die Falklandinseln in Argentinien heißen, erklären. Argentinien und Großbritannien hatten 1982 mehr als 70 Tage lang Krieg um die Inseln vor der Küste Argentiniens geführt. Dabei starben rund 1000 Soldaten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Der Weltverband Fifa verbietet rund um die WM-Spiele, politische Botschaften zu präsentieren. Dem argentinischen Team könnte damit eine Strafe drohen.Argentinische