Man konnte in den vergangenen Wochen durchaus den Eindruck bekommen, Friedrich Merz sei nicht Bundeskanzler, sondern Hütchenspieler. Schließlich verwirrte der Kanzler seine Zuschauer zuletzt so sehr, dass viele den Überblick über die Reformen verloren, die er vor aller Augen auf den Tisch packte und dann zwischen Kommissionen und Ausschüssen hin- und herschob. Hier eine Steuererleichterung, dort eine Rentenreform, da etwas mit Krankenhaus, zwischendurch Besuch vom Gaukler Markus Söder aus Bayern und den Lockvögeln der SPD, die sich sichtlich über ihre Gewinne freuten.