Das Bundesinnenministerium (BMI) hat eine Kampagne gestartet, die dem Kokainkonsum in der Bevölkerung präventiv entgegenwirken soll. Auf Instagram werden dementsprechend seit dem 26. Juni Posts unter dem Handle „Koks erzählt“ geteilt und Anzeigen geschaltet, um die Verbreitung der Kampagne zu erhöhen.Auf Anfrage dieser Zeitung teilt die oberste Bundesbehörde unter der Führung von Alexander Dobrindt (CSU) mit, dass die Kampagne rund um den Internationalen Tag gegen Drogenmissbrauch gestartet wurde, um „Aufmerksamkeit für den neuen Kanal und das Thema zu erzeugen“. Bei anderen Fragen hält man sich jedoch betont bedeckt.

„Koks erzählt“ von seiner eigenen Produktion

Das Storytelling funktioniert so: Das Kokain „erzählt“ auf den Instagram-Kacheln und in den Captions aus seiner Sicht, woher es kommt, wie es weiß wird und dass es auch mal „erwischt“ wird. Die Überschriften dazu lauten unter anderem: „Aber warum? Warum werde ich überhaupt produziert?“ Oder: „Jetzt werde ich gemacht. Nicht in einer Fabrik, sauber und kontrolliert, sondern in provisorischen Laboren im dichten Urwald.“ Und: „Bevor ich weiß wurde, war ich ein Blatt auf Plantagen.“ Dann kann der Nutzer im Karussell nach links wischen und erhält nähere Erläuterungen. Die Posts schließen mit dieser Kachel ab: „Dieser Kanal dokumentiert meinen Weg. Komm, folge mir.“ Ganz konsistent ist die Icherzählung jedoch nicht.