Die „Aktion Sylt“ will der Kreis Nordfriesland verhindern und zieht in die nächste Gerichtsrunde. Dabei bräuchte die Insel mehr und nicht weniger Punks.
I st Campen auf einer Festwiese und Schnorren in der Fußgängerzone Protest oder kann das weg? Diese Frage stellt sich auf Sylt, wo sich ab Montag wieder Punks aus ganz Deutschland treffen. Sie wollen vier Wochen bleiben, es ist bereits das fünfte Treffen dieser Art. Und ja, sie dürfen anreisen, hat das Verwaltungsgericht in Schleswig jetzt entschieden. Zuvor hatte der Kreis Nordfriesland versucht, das Camp zu verbieten. Dafür können die Organisator:innen der „Aktion Sylt“ ihnen dankbar sein.
Das Zeltlager wird auch in diesem Jahr zwischen Westerland und Tinnum errichtet, unweit des Flughafens der Insel – da, wo die Privatflugzeuge der richtig Reichen unter den Schönen und Reichen landen. Der Verwaltung ist das Treffen ein Stachelarmband im Auge.
Die Tinnumer Wiese werde überwiegend als Schlaf- und Versorgungscamp und nicht hauptsächlich zur politischen Meinungsäußerung genutzt, sagte eine Kreissprecherin im Mai, als der Kreis den Antrag der „Aktion Sylt“ auf die Versammlung verweigerte. Auch auf der Website der Aktion gehe es mehr um Wohn- und Organisationsfragen als um Politik. Doch zum Übernachten und Zelten gebe es auf Sylt reguläre Campingplätze.










