Am 16. Juli 2024 durchschlug ein gut 1,35 Kilogramm schwerer Gesteinsbrocken aus dem Weltall das Dach eines Wohnhauses in der Kleinstadt Hillsborough im US-Bundesstaat New Jersey. Wie in einer im Wissenschaftsmagazin Science Advances veröffentlichten Studie zu lesen ist, entpuppte sich das Objekt durch die Analysen des SETI-Instituts aus dem kalifornischen Mountain View als wissenschaftliche Sensation.Anzeige

Der Himmelskörper drang den Radardaten zufolge mit einer Geschwindigkeit von rund 52.000 Kilometern pro Stunde in die Erdatmosphäre ein und verursachte eine von Kameras aufgezeichnete Druckwelle. Dank der schnellen Reaktion des Hausbesitzers, der die Bruchstücke umgehend mit Handschuhen sowie Alufolie sicherte, blieb das Gestein von irdischen Verunreinigungen fast komplett verschont.

„Dank der schnellen Reaktion des Hausbesitzers sind dies die unversehrtesten CM1/2-Meteoriten, die wir kennen“, ordnet der leitende Astronom Peter Jenniskens den Fund fachlich ein. Laut dem an der Auswertung beteiligten Forscher Mike Zolensky vom NASA Johnson Space Center im texanischen Houston ist der Hillsborough-Meteorit weltweit erst der zweite beobachtete Fall dieser Übergangsklasse.Anzeige

Salzlaugen im Inneren des Hillsborough-Meteoriten