Chefankläger Khan in Den Haag: Karim Khan bestreitet die Vorwürfe
Eine Juristin am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) hat ihre Vorwürfe gegen den Chefankläger des Internationalen Gerichtshofs erstmals in einem TV-Interview mit CNN bekräftigt. Sie ist eine von zwei Frauen, die Karim Khan sexuelle Nötigung und Machtmissbrauch vorwerfen. Eine Untersuchungskommission der Uno hat zu dem Fall ermittelt; Khan ist vergangenes Jahr vorübergehend zurückgetreten, im Juni hatte das Aufsichtsgremium des Gerichts ihn für die Dauer des Disziplinarverfahrens vom Dienst suspendiert.
Der 56-Jährige hat jegliches Fehlverhalten als haltlos zurückgewiesen. Seine Anwältin Sareta Ashraph erklärte gegenüber CNN, er bestreite »jegliche Form von sexuellem Kontakt oder einer Beziehung, sei es einvernehmlich oder ohne Einwilligung« mit dem mutmaßlichen Opfer.Der CNN-Bericht erscheint zu einer Zeit, in der der IStGH unter intensiver Beobachtung steht. Die Mitgliedsstaaten bereiten sich darauf vor, noch in diesem Monat, am 24. Juli, darüber abzustimmen, ob Khan seines Amtes enthoben werden soll. Diplomaten, die das Aufsichtsgremium des IStGH leiten, kamen laut Dokumenten, die Reuters vorliegen, zu dem Schluss, dass Khan tatsächlich eine unangemessene sexuelle Beziehung zu einer jüngeren Mitarbeiterin hatte und entlassen werden sollte.











