46 Prozent der Deutschen wünschen sich „Nur Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht. Allerdings unterscheiden sich die befragten Altersgruppen sehr in ihren Ansichten.

Der Bundesrat hat sich für „Nur Ja heißt Ja“ ausgesprochen, was tut nun die Bundesregierung?

Christoph Reichwein/dpa

dpa | Knapp jeder zweite Bundesbürger hielte es für richtig, wenn sexuelle Handlungen ohne ausdrückliches Einverständnis in Zukunft strafbar wären. Für einen Wechsel hin zum Prinzip „Nur Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht sprachen sich in einer repräsentativen Befragung im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur 46 Prozent der Befragten aus. 32 Prozent der Teilnehmer der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov befürworteten eine Beibehaltung des aktuell geltenden Grundsatzes „Nein heißt Nein“. 22 Prozent der insgesamt 2.230 Menschen, die zwischen Freitag und Montag an der Umfrage teilnahmen, trauten sich in dieser Frage kein Urteil zu.

Große Unterschiede zwischen den Geschlechtern fördert die Umfrage nicht zutage. Einen Wechsel hin zu „Nur Ja heißt Ja“ fänden demnach 45 Prozent der Männer und 46 Prozent der Frauen richtig. Eine signifikante Rolle spielt dagegen das Alter. Von den Befragten im Alter zwischen 18 und 29 Jahren befürworteten 62 Prozent eine entsprechende Reform. Unter den Bundesbürgern im Alter zwischen 30 und 49 Jahren sind es rund 12 Prozentpunkte weniger. Am niedrigsten ist der Anteil der Befürworter von „Nur Ja heißt Ja“ unter den Menschen im Alter zwischen 50 und 59 Jahren mit 37 Prozent.