Über Jahre hinweg terrorisierten militante Linksextremisten das christliche Café „Stay“ in Leipzig. Die Täter stammen offenkundig aus einem Milieu, das für sich stets Toleranz einfordert, aber Andersdenkende mit aller Härte verfolgt, schikaniert und terrorisiert. Die Angreifer brachten Graffiti-Schmierereien an, schlugen Fenster ein und verteilten zuletzt sogar Buttersäure, wodurch mehrere Räume im Mehrfamilienhaus im Stadtteil Reudnitz wochenlang unbewohnbar wurden.

Insgesamt kam es zu 26 Angriffen, sagte Pastor René Wagner dieser Zeitung. Seine Gemeinde, die evangelikale Freikirche „Zeal Church“, zog Ende Juni die Reißleine und schloss das Café. Der finanzielle Schaden für Gemeinde und Vermieter ist enorm. Sieben Angestellte des Cafés verloren ihren Job. Doch das reicht den selbsternannten Aktivisten offenbar nicht.

In der Nacht zum 8. Juli kam es dennoch zu einem 27. Angriff auf das bereits geschlossene Lokal, teilte Pastor Wagner nun mit. Diesmal beschmierten die Täter die Fenster des ehemaligen Caféa und posierten mit Pyrotechnik davor.

Auf der linksradikalen Plattform „Indymedia“ haben die Täter ein entsprechendes Bekennerschreiben und Fotos veröffentlicht. Begründet wird der Angriff unter anderem mit dem angeblich „queerfeindlichen“ Konzept des Cafés und der unterstellten „menschenfeindlichen“ Ideologie der Zeal Church. Belege dafür gab und gibt es nicht. Das Bekennerschreiben wird im Folgenden im Wortlaut und ohne Änderungen zitiert.