„Piss dich nach Berlin“ stand auf dem Sticker, den Unbekannte an die Wohnungstür eines Pfarrers in Cottbus klebten, während sie laut Polizei in seinem Hausflur randalierten und gegen die Tür traten. Der Slogan ist vor allem im Süden Brandenburgs eine Art Leitspruch des rechtsextremen Mobbings: Wer sich zu oft öffentlich kritisch gegenüber der AfD äußert oder sich zu laut für die Rechte Geflüchteter oder queerer Menschen einsetzt, muss damit rechnen, damit bedacht zu werden. Womit aber auch in Cottbus – seit Jahrzehnten Hotspot des Rechtsradikalismus – Kirchenvertreter eher nicht rechnen, sind mutmaßlich gewaltbereite Hausbesuchern.