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Wirtschaftsministerin: „Ehrgeiz, Tempo, Teamgeist“ – Katherina Reiche hält Deutschland noch nicht für konkurrenzfähig Die CDU-Politikerin erklärt im Gespräch mit der WirtschaftsWoche, warum wir vom Ruder-Achter lernen sollten und wie Deutschland wieder vorne dabei sein kann.
Katherina Reiche, Deutsche Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, fotografiert im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Berlin Foto: Andreas ChudowskiDie von der Regierung zuletzt beschlossenen Reformen sind aus Sicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) nur ein erster Schritt, um Deutschland wieder leistungsfähig zu machen. Die Ministerin sagte im Gespräch mit der WirtschaftsWoche: „Wir sind nicht mehr Exportweltmeister, und unsere Wettbewerbsfähigkeit hat nachgelassen. Deshalb dürfen wir jetzt nicht nachlassen.“Bislang sei nur die „Basisversion notwendiger Reformen“ beschlossen. Sie fügte hinzu: „Wer wieder ganz vorne mitrudern will, muss bereit sein, sich neu anzustrengen – mit Ehrgeiz, Tempo und Teamgeist“, verglich Reiche die Herausforderung mit der in einem Ruder-Achter.Noch seien die Sozialbeiträge für Rente, Gesundheit und Pflege zu hoch, die Energiekosten müssten sinken und auch bei den Steuern sei höchstens ein erster Schritt unternommen.Standort Deutschland „Müssen uns fragen, wie unsere Sozialsysteme in 20 Jahren aussehen sollen“ Der Wirtschaftsweise Martin Werding rügt den Widerstand gegen die Sparpläne der Bundesregierung – und nennt die weißen Flecken der Reformagenda von Union und SPD. von Bert Losse„Die Lohnkosten sind noch zu hoch, das gilt auch für die Energiekosten“, beschrieb Reiche. Zudem müssten die Deutschen länger arbeiten. „Wir müssen auch über die Arbeitszeit sprechen.“ Die Sozialbeiträge, die vom Lohn abgezogen werden, machten Arbeit zu teuer. Deshalb sei das Ziel nicht nur, einen Anstieg zu bremsen, wie das Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) versuche. „Sinkende Beiträge müssen unser Ziel sein“, sagte die Ministerin für Wirtschaft und Energie.Reiche sieht sich als unbequeme AntreiberinSie selbst wolle deshalb in der Koalition unbequem sein. „Ich sehe es auch als meine Aufgabe, die Vorhaben anderer Ressorts zu prüfen, ob sie zum Hauptziel der Regierung beitragen: Deutschland wieder wettbewerbsfähig machen.“Die CDU-Politikerin verteidigte in dem Zusammenhang die geplante Attestpflicht vom Arzt schon ab dem ersten Krankheitstag. „Wer krank ist, hat ein Recht, krankgeschrieben zu Hause zu bleiben.“ Allerdings sei Deutschland in Europa ein Land mit hohen Fehlzeiten. „Ich finde es zumutbar, zum Arzt zu gehen und sich eine Krankschreibung zu holen.“Auch die Energiepolitik stehe unter Sparzwang – „Förderprogramme werden aufs Wesentliche fokussiert“, so Reiche. Die Kosten der Energiewende müssten sinken. „Das bedeutet auch, dass neue Stromleitungen künftig wieder über der Erde und nicht mehr darunter verlegt werden.“ Das sei um das Zwei- bis Dreifache günstiger.Zum abrupten Ende der bisherigen Förderung für den Einbau klimafreundlicher Heizungen sagte die Ministerin: „Wir haben die Förderung an die Haushaltslage angepasst, vor allem aber einen Fokus auf eine sozial ausgewogene Ausgestaltung gelegt.“ Es seien Kürzungen mit Augenmaß. „In einer Zeit, in der in vielen Bereichen Einschnitte erfolgen, muss auch die Heizungsförderung etwas beitragen.“ Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick






