Im Laufe seiner Karriere entwickelte David Bowie die unterschiedlichsten Bühnenpersönlichkeiten: Mal war er Ziggy Stardust, mal der Thin White Duke. Als er Mitte der Sechzigerjahre seine Karriere begann, trat er aber noch unter einem Namen auf, der sehr nah an seinem Geburtsnamen David Robert Jones war: Damals sang er als Davie Jones Nummern, die von dem rauen Rhythm'n'Blues-Sound inspiriert waren, der damals die britische Musikszene prägte. Vorbilder waren ganz offensichtlich die Yardbirds oder The Who.Im Herbst erscheint nun eine Sammlung von Songs, die einen erweiterten Eindruck vom Schaffen des ganz jungen Rockbetriebseinsteigers Bowie geben dürfte. Die Zusammenstellung trägt den Titel »The Shel Talmy Recordings« - und verweist im Titel auf den damaligen Produzenten. Der aus den USA stammende Talmy hatte damals bereits mit aufsteigenden britischen Rhythm'n'Blues-Künstlern wie The Kinks oder The Who zusammengearbeitet. 1965 nahm er dann Songs mit dem Mann auf, der später als David Bowie ein Superstar werden sollte.Die neue Compilation umfasst Songs, die in anderen Versionen schon bekannt sind – aber auch zehn Songs, die noch gar nicht veröffentlicht wurden. Einer von ihnen ist jetzt bereits vorab zugänglich gemacht worden, er trägt den Titel »I Want Your Love« . Bowie barmt hier mit ungewohnt kehligem Gesang um die Liebe einer Frau, die Gitarre hat einen extrem verzerrten Klang. Die Anmutungen entsprechen dem exzessiven Garagenrock-Sound, den etwa The Kinks mit »You Really Got Me« und The Who mit »My Generation« kurz zuvor beim großen Publikum etabliert hatten. Produzent Talmy war bei den Aufnahmen dieser beiden Hits involviert gewesen.
David Bowie: Im Herbst erscheinen unveröffentlichte Songs - mit Jimmy Page an der Gitarre
Damals war er noch unbekannt und sang seine Nummern als Davie Jones ein. Nun erscheinen unveröffentlichte Studioaufnahmen von David Bowie – mit dem späteren LED-Zeppelin-Gitarristen als Gastmusiker.











