Stand: 16.07.2026 • 11:44 Uhr
Das FCAS-Kampfjetprojekt ist gescheitert - wie geht es jetzt weiter mit den deutsch-französischen Beziehungen? Beim Treffen des Ministerrats in Brühl sprechen Kanzler Merz und Präsident Macron nicht nur über sicherheitspolitische Fragen.
Es war eine laue Sommernacht Ende August vergangenen Jahres. Auf der Mittelmeer-Festung Fort Brégançon zwischen Toulon und Saint-Tropez erlebte Bundeskanzler Friedrich Merz den Höhepunkt seiner politischen Flitterwochen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Der Kanzler fing sogar an, frei auf Französisch zu sprechen: "Merci, d’abord, Monsieur le Président, cher Emmanuel… C’est merveilleux."
Wunderbar waren dieser Ort und dieser Moment für Merz. Und auch der französische Gastgeber sprach davon, dass das deutsch-französische Paar perfekt ineinandergreife.
Doch sowohl Macron als auch Merz müssen an diesem Abend bereits geahnt haben, dass der am nächsten Tag folgende Deutsch-Französische Ministerrat in Toulon kein großer Erfolg werden würde. Schon damals wurde das Prestigeprojekt eines gemeinsamen Kampfflugzeugs der neuesten Generation - kurz FCAS - vertagt. Eine Entscheidung darüber wurde in den Monaten danach immer weiter verschoben, bis das Projekt Anfang Juni abrupt endete. Und überraschend undiplomatisch.








