Die Zahl der Babyboomer in Altersrente ist auf zuletzt rund sechs Millionen gestiegen – 1,1 Millionen bezogen dabei eine vorzeitige Rente, das sind 200.000 mehr als noch im Vorjahr. Der Nachrichtenagentur dpa liegt dazu ein entsprechender Kurzbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vorab vor. Insgesamt gab es 2024 nach diesen Zahlen 19,3 Millionen Babyboomer, also Angehörige bestimmter besonders geburtenstarker Jahrgänge.Zwei Forscherinnen des Instituts gehen von einem weiteren Anstieg der Frührentner aus, wenn die Politik nicht einschreitet. Ihrem Bericht zufolge bezogen 2023 erst rund 4,5 Millionen Babyboomer eine Altersrente – davon 0,9 Millionen vorzeitig, also vor der Regelaltersgrenze. Ein Jahr später hat demnach der Geburtsjahrgang 1958 das Renteneintrittsalter erreicht, entsprechend erhöhten sich die Zahlen, inklusive Altersrenten für Schwerbehinderte.Deshalb lobt das IW die Vorschläge der Rentenkommission der Regierung. Zu den Empfehlungen zählt unter anderem, die Möglichkeit zum abschlagsfreien, vorzeitigen Renteneintritt zu streichen. Das IW bezeichnete diese Pläne als »zentral, um das durchschnittliche Rentenzugangsalter zu erhöhen«. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) hatten eine Umsetzung sämtlicher Kommissionsempfehlungen angekündigt, Gewerkschaften haben mit Widerstand gedroht.