Rechte sind fasziniert vom biblischen „Katechon“, der den Untergang aufhalten soll. Der Historiker Volker Weiß spürt der Karriere des Begriffs nach.
Katechon to go: In Neapel wird der von seinen Anhängern als Erlöser gefeierte Trump als Massenware feilgeboten
Nadia Shira Cohen/The New York Times/laif
Der griechische Begriff „Katechon“, zu Deutsch: der Aufhalter, stammt aus dem 2. Brief des Apostels Paulus an die Gläubigen in Thessaloniki ( 2. Thess 2, 3–1o). Allerdings ist Paulus’ Autorschaft des ganzen Briefs unter Fachleuten umstritten.
Der Autor warnt an der genannten Stelle vor dem Vertrauen auf den falschen Messias, der Irrlehren verbreite und die Gläubigen verlocke und verführe. Der AfD-Ideologe Maximilian Krah mobilisiert heute wie viele Rechtsintellektuelle auf der ganzen Welt mit dem Slogan „Trump ist der Katechon“ gegen Irrlehren, womit vor allem die völkerrechtskonforme Weltordnung und ihre institutionelle Verankerung in den UN-Gremien gemeint sind.







