Niedersachsens Wassergesetz wird schärfer: Wer viel verbraucht, muss mehr zahlen und dokumentieren. Die Strategie zum Gesetz steht im Masterplan Wasser.
Viel zu wenig Wasser: Hitzewellen und lange Trockenperioden gefährden die Landwirtschaft
Julian Stratenschulte/dpa
Niedersachsen hat einen neuen Masterplan Wasser. Am Mittwoch stellte Umweltminister Christian Meyer (Grüne) diesen in einer Pressekonferenz in Hannover vor. Der Masterplan bündelt bisherige Maßnahmen und Problemanalysen. Erst vor wenigen Wochen hatte das Land sein Wassergesetz novelliert und damit die rechtlichen Grundlagen für die zentrale Strategie gesetzt.
Einige Schlaglichter der vergangenen Wochen verdeutlichen die Brisanz für Niedersachsen. Da ist zum einen der Grundwasserstand, der einen Negativrekord nach dem anderen verzeichnet. Mehr als die Hälfte der Messstellen im Land zeigen ein sehr niedriges Niveau, und bei aktuell 8,1 Prozent steht das Grundwasser sogar tiefer als je zuvor im Juli seit Beginn der Messungen. Auch die Ökosysteme der Gewässer leiden unter der Hitze. Ende Juni starben mehr als 1.000 Hechte im flachen Steinhuder Meer; aus dem Maschsee in Hannover wurden mehr als 400 Kilo toter Fisch gezogen.














