Die Kürzungen beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende werden scharf kritisiert. Selbst in der Regierungs-SPD regt sich Widerstand.

Abriss statt Aufbau: Einsparungen im sozialen Bereich werden zur Belastung für Alleinerziehende

Michael Bihlmayer/imago

Während Bundeskanzler Friedrich Merz die Kürzungspläne beim Unterhaltsvorschuss (UHV) am Mittwoch in der Sommerpressekonferenz verteidigte, wächst der Widerstand auch innerhalb seiner schwarz-roten Koalition. Einen „Offenbarungseid“ für Alleinerziehende nannte SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf den Vorschlag des Familienministeriums am Mittwoch. Wie geht es jetzt weiter?

Anfang der Woche war bekannt geworden, wovor Alleinerziehenden- und Kinderschutzverbände bereits seit Monaten warnen. Beim UHV, der staatlichen Ersatzleistung für Kinder, deren Elternteil keinen Unterhalt zahlt, soll gekürzt werden. Demnach sollen Jugendliche die Leistung zukünftig nicht mehr bis 18, sondern nur bis 16 Jahre erhalten. Laut dem kürzlich beschlossenen Haushaltsentwurf will das Familienministerium so knapp 400 Millionen Euro einsparen.