Die Staubbelastung in weiten Teilen Europas hat zwischen 2012 und 2021 drastisch zugenommen. Zwar sei die Zahl der Tage zurückgegangen, an denen große Mengen Staub aus der Sahara und dem Nahen Osten vor allem nach Südeuropa und in die Adria-Region geweht werden. Doch insgesamt seien die Bewohnerinnen und Bewohner dort größeren Mengen ausgesetzt. Das berichtet eine Gruppe um den Atmosphärenchemiker Kaspar Dällenbach vom Schweizer Paul-Scherrer-Institut in Villigen im Wissenschaftsjournal Nature. Der angewehte Staub aus fernen Regionen mache in Teilen Italiens und der Adria-Region bereits über dreißig Prozent der Höchstmengen aus, die von der Weltgesundheitsorganisation WHO für Partikel dieser Größe empfohlen werden.