Am 8. Juli war Ann Widdecombe morgens noch live im Fernsehen zu sehen. Sie gab dem Sender Talk ein Interview, wortreich und leidenschaftlich, wie immer in ihrer langen Karriere als Politikerin. „Ich habe nur noch sehr wenig Vertrauen in parlamentarische Prozesse“, sagte sie da. Im Hintergrund war eine Bücherwand zu sehen, Widdecombe war zugeschaltet aus ihrem Haus in Devon im ländlichen Südwesten Englands. Um genau 12.19 Uhr schickte sie eine Textnachricht an einen Mitarbeiter eines anderen Fernsehsenders, Channel 5, um ein weiteres Gespräch zu terminieren. Eine halbe Stunde später schickte der Mitarbeiter ihr eine Nachricht, sie könne sich jetzt online zuschalten. Aber Widdecombe antwortete nicht mehr.
Nach Mord an Brexit-Politikerin Widdecombe: „Als wolle uns jemand aus dem Establishment tot sehen“
Mitglieder der rechtspopulistischen Partei Reform fordern besseren Schutz für Abgeordnete. Andere Parteien warnen davor, die Tat für politische Zwecke zu nutzen.











