Ein offener Brief fordert, die DJ Sama' Abdulhadi vom Hamburger Habitat-Festival auszuladen – wegen eines Posts zum 7. Oktober. Kritiker sehen Repression.
Selbst gezimmerte Bühnen, Techno aus aller Welt, untermalt von bunten Lichtern im Kunstnebel. Ein Raum für kollektive Weltflucht möchte das Elektro-Festival Habitat in Hamburg sein und ist damit in diesem Jahr bereits vor seinem Beginn gescheitert.
Denn schon Wochen bevor das Festival am Samstag losgeht, ist eine Debatte um den geplanten Auftritt einer Künstlerin entbrannt. Es geht um die wohl bekannteste palästinensische Techno-DJ Sama' Abdulhadi. Sie hat sich bereits vor zwei Jahren, am ersten Jahrestag des 7. Oktober, zu dem Angriff der Hamas auf Israel geäußert und damit eine Welle der Empörung losgetreten. Jetzt fordert ein offener Brief, ihren geplanten Auftritt auf dem Habitat-Festival an diesem Wochenende abzusagen.
Die Veranstalter des Festivals schreiben der taz, zwar nähmen sie die mit dem Auftritt verbundenen Sorgen ernst, hätten sich aber bewusst dazu entschieden Abdulhadi auftreten zu lassen. Als internationales Festival müsse man unterschiedlichen Perspektiven Raum bieten und habe sowohl palästinensische als auch israelische Künstler:innen eingeladen.







