PfadnavigationHomeRegionalesRheinland-Pfalz & SaarlandWas wiegt eine späte Entschuldigung?Veröffentlicht am 15.07.2026Lesedauer: 4 MinutenSeine Vorgänger hatten sich nicht entschuldigt. Quelle: Boris Roessler/dpaEine Entschuldigung kann kein Leben zurückbringen. Und doch steckt in den Worten Kraft. Wie Betroffene und Experten die Worte von Ministerpräsident Schnieder am Jahrestag der Flut einordnen.Viele Menschen aus dem Ahrtal hatten nach der Flut jahrelang auf eine Entschuldigung der Regierung gewartet – nun hat Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) sie ausgesprochen. Am fünften Jahrestag der Katastrophe, da, wo es die Menschen mit am schlimmsten getroffen hatte. Das ist in jedem Fall etwas, das Bleiben wird.Doch nicht allen sind die Worte genug, nachdem 136 Menschen in Rheinland-Pfalz bei der Flut starben und Zahlreiche ins Chaos gestürzt wurden. Was bedeutet die Entschuldigung Betroffenen? Und wie schätzen Experten Schnieders Motivation und mögliche Konsequenzen ein?Leid anerkennenBischof Karl-Heinz Wiesemann sieht die moralisch-ethische Ebene im Vordergrund. «Die öffentliche Bitte um Entschuldigung macht das, was geschehen ist, nicht ungeschehen», sagt der Bischof in Speyer. Sie könne kein Leben zurückbringen und habe dennoch große Bedeutung. «Wer um Vergebung bittet, erkennt das Leid des anderen an, nimmt die eigene Fehlbarkeit in den Blick und übernimmt persönliche oder institutionelle Verantwortung.»
Was wiegt eine späte Entschuldigung? - WELT
Eine Entschuldigung kann kein Leben zurückbringen. Und doch steckt in den Worten Kraft. Wie Betroffene und Experten die Worte von Ministerpräsident Schnieder am Jahrestag der Flut einordnen.













