PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolinePanoramaWenn Pferde auch bei Hitze Pflaster treten müssenVeröffentlicht am 15.07.2026Lesedauer: 5 MinutenEine E-Kutsche steht auf dem Grand-Place/Grote Markt im Zentrum von Brüssel. Quelle: Michael Brandt/dpaBilder eines zusammengebrochenen Pferdes in Rom haben eine neue Debatte über traditionelle Pferdekutschen angeheizt. Ist die Attraktion angesichts von Hitzewellen und Autoverkehr noch zeitgemäß?«Beendet diesen Quatsch!», «Hört auf, Tiere so zu quälen!», «Ist der Tourismus das wert?!» - der Aufschrei in sozialen Medien war groß, als Anfang Juli Videos aus Rom viral gingen von einem Kutschpferd, das in der Hitze zusammengebrochen war. Die Debatte über traditionelle Pferdekutschen ist wieder entfacht. Dabei haben manche Großstädte längst umgesattelt. Hier ein Blick auf das Hü-Hott bei europäischen Fuhrwerken, Droschken, Kaleschen und Fiakern.Römische Kutscher wehren sich gegen VerbotIn Rom schwelt der Streit um die Pferdekutschen - «botticelle» genannt - seit Jahren. Derzeit verfügen noch 16 Kutscher über eine Lizenz für touristische Pferdekutschen - vor rund zehn Jahren waren es noch knapp 40. Die Stadt versucht, die verbliebenen Fahrer mit Angeboten für Taxi- oder E-Taxi-Lizenzen zum Umstieg zu bewegen. Viele Kutscher lehnen dies jedoch ab und verweisen darauf, dass das Geschäft mit Kutschfahrten für Touristen lukrativer sei - oder zögern den Umstieg zu besseren Konditionen hinaus. Wegen des jüngst zusammengebrochenen Pferdes auf einer Brücke über den Tiber fordern Tierschützer hingegen ein vollständiges Verbot.Strenge Kontrollen in WienIn Wien gehören die etwa 150 Kutschen – Fiaker genannt – zum Stadtbild. Die Regelungen für die Attraktion sind vor einigen Jahren verschärft worden. Die bei Touristen sehr beliebten Fiaker dürfen nur zwischen 11 und 22 Uhr verkehren. Jedes Tier darf höchstens 18 Tage im Monat eingesetzt werden. Der gesundheitliche Zustand der insgesamt rund 300 Fiaker-Pferde wird streng kontrolliert. Es gibt ab 35 Grad hitzefrei für die Pferde – der Betrieb muss eingestellt werden. Gerade diese Hitze-Obergrenze ist aber umstritten - Tierschützer fordern eine Senkung auf 30 Grad.Prag: Situation für Pferde unzumutbarIn Prag sind Fahrten mit der Pferdekutsche im Stadtzentrum seit 2023 passé.
Wenn Pferde auch bei Hitze Pflaster treten müssen - WELT
Bilder eines zusammengebrochenen Pferdes in Rom haben eine neue Debatte über traditionelle Pferdekutschen angeheizt. Ist die Attraktion angesichts von Hitzewellen und Autoverkehr noch zeitgemäß?







