Rom will keine Pferdekutschen mehr in der Stadt fahren lassen. Nach Angaben der Zeitung »Corriere della Sera« treibt die Stadtverwaltung Pläne voran, die letzten verbliebenen Pferdekutschen im historischen Zentrum durch Taxis zu ersetzen. Demnach sind von den einst zahlreichen »botticelle« inzwischen nur noch 16 Betreiber übrig, die eine Umwandlung ihrer Lizenz in eine Taxigenehmigung bislang ablehnen oder hinauszögern. Rom setze nun auf eine Mischung aus Anreizen und Druck.Die Stadt prüft dem Bericht zufolge derzeit, ob über Sponsoren der Kauf von Autos finanziert werden kann, die den Kutschern künftig als Ersatz für die Pferdekutschen dienen sollen. Ziel sei es, den Umstieg attraktiver zu gestalten und gleichzeitig den traditionellen Kutschbetrieb schrittweise zu beenden. Tierschutzorganisationen sollen demnach schon Bereitschaft signalisiert haben, bei der Suche nach Autos behilflich zu sein.
Sollten sich die verbliebenen Kutscher trotz der in Aussicht gestellten finanziellen Unterstützung immer noch gegen den Umstieg zum Taxibetrieb entscheiden, will die Stadt den Druck durch strengere Kontrollen auf sie erhöhen. »Wir werden hinter jeder Kutsche eine Streife einsetzen, um Verstöße oder fehlende Quittungen zu kontrollieren«, sagte Patrizia Prestipino, Tierschutzbeauftragte von Rom, dem »Corriere della Sera«.Auch in anderen Städten wird über Verbote von Pferdekutschen diskutiert. In Wien läuft aktuell eine Petition, die Hitzefrei-Regelung von 35 Grad Celsius auf 30 zu senken. Tierschützer kritisieren seit Langem, dass die Fiaker nicht mehr zeitgemäß seien.







