Zwei junge Frauen sitzen im Gerichtssaal. Für eine steht ein guter Eindruck auf dem Spiel, für die andere ihre Zukunft. Unsere Autorin ist eine von ihnen.

Z wei aufgeregte junge Frauen sitzen in einem Gerichtssaal in St. Georg, im Verwaltungsgericht Hamburg. Die Angst, etwas Falsches zu sagen oder zu tun, sieht man ihnen an. Ab und zu wackelt nervös ein Fuß.

Eine von ihnen bin ich. Es ist der zweite Tag meines Schulpraktikums bei der taz-Redaktion in Hamburg und ich darf zu einem Gerichtstermin mitgehen. Es ist das erste Mal, dass ich ein Gericht betrete oder gar einen Prozess miterlebe.

Für die andere junge Frau steht weitaus mehr auf dem Spiel als ein mehr oder weniger guter Eindruck bei einem Schulpraktikum: ihre Zukunft.

Ich bin 18, sie ist 19 Jahre alt.