Die erneute Eskalation an der Straße von Hormus und im Iran droht einmal mehr, die Weltwirtschaft zu belasten. Und das just zu jenem Zeitpunkt, an dem sich die Lage im Persischen Golf dem Normalzustand angenähert hat.So zeigt eine Analyse aktueller Satellitenbilder, dass die meisten Reeder die vergangenen vier Wochen Waffenruhe genutzt hatten, um den seit Ende Februar aufgebauten Rückstau an Öl, Ölprodukten, Gas und anderen Gütern vom Golf weitestgehend aufzulösen. Das dürfte wenigstens kurzfristig die Auswirkungen des wieder aufflammenden Konfliktes abmildern.Schon Ende vergangener Woche hatte US-Präsident Donald Trump seinen Friedensplan mit dem Iran für gescheitert erklärt, nachdem Revolutionsgarden wiederholt Handelsschiffe beim Transit der Meerenge beschossen hatten. Seitdem wird wieder gekämpft. Allein in der Nacht zum Montag haben die USA ein Dutzend Ziele im Iran bombardiert.Iran-Krieg Deutsche Reeder fürchten Trumps Schutzgebühr-Pläne Der US-Präsident will künftig eine Schutzgebühr von Frachtern in der Straße von Hormus verlangen. Deutsche Reeder warnen vorm Ende der freien Schifffahrt – und den wirtschaftlichen Folgen. von Sonja ÁlvarezDennoch hat vor vielen Häfen in der Region die Zahl parkender Schiffe das Vorkriegsniveau wieder erreicht. Mancherorts ist die Zahl der vor Anker liegenden Frachter sogar unter den Stand vom Februar gefallen. Das zeigen unter anderem Aufnahmen europäischer Radarsatelliten.Demnach haben die Reeder zwar Schiffe mit Hochdruck aus dem Persischen Golf herausgeschafft. Sie zögerten aber, in den Golf hinein zu fahren.