Der Tod der 14-Jährigen hatte in den Niederlanden heftige Bestürzung ausgelöst. Ihre Eltern verließen den Gerichtssaal noch während der Urteilsbegründung, berichtet die niederländische Nachrichtenagentur ANP.Kein Beweis für FahrerfluchtIn der Urteilsbegründung heißt es, der Mann habe zwar zum Unfallzeitpunkt auf eine Navigationsapp geschaut, allerdings nur für 2,5 Sekunden. Das sei auf einer wenig befahrenen Straße, an der es keinen Rad- und keinen Fußweg gibt, nicht unangemessen lange. Zudem sei er nicht schneller als die erlaubten 80 Kilometer pro Stunde gefahren.

Auch den von der Staatsanwaltschaft erhobenen Vorwurf der Fahrerflucht erkannte das Gericht nicht an. Der Angeklagte hatte erklärt, er habe zwar bemerkt, dass sein Auto über etwas hinwegrollte. Er habe jedoch angenommen, dass es ein Tier gewesen sei. Für eine andere Version gab es laut Gericht keine hinreichenden Beweise.Mithilfe von Kamerabildern hatten Ermittler den Fahrer schnell aufgespürt. Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 1500 Euro gegen ihn verhängt. Dagegen legten die Eltern der Jugendlichen Berufung ein und forderten weitere Ermittlungen und einen Strafprozess. In dem Prozess plädierte die Staatsanwaltschaft dann auf eine Haftstrafe von acht Wochen.