Dies ist die Geschichte von Noah Z. aus Berlin. Ein aufgeweckter Junge. Bis zu seiner schweren Erkrankung. Er starb im Alter von zwei Jahren. Er könnte noch leben. Davon sind seine Eltern und auch ihre Anwälte überzeugt.Özge und Norman Z. aus Neukölln hatten zwei Tage nach Hilfe für ihren Sohn gesucht. Der Junge war plötzlich schwer krank geworden. Zwei Tage der Verzweiflung, der Hoffnungslosigkeit und schließlich der tiefen Trauer über einen Tod, der hätte vermieden werden können. Die Eltern von Noah erheben jetzt schwere Vorwürfe. Sie sprechen von einer „Versagenskette“. Diese endet ihrer Ansicht nach im Vivantes-Klinikum Neukölln. Ihre Anwälte haben bei der Berliner Staatsanwaltschaft Anzeige unter anderem gegen eine Ärztin des kommunalen Klinikkonzern erhoben. Sie fordern von dem Konzern zudem Schmerzens- und Hinterbliebenengeld.
Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung
„Wir haben Strafanzeige erstattet, sowohl gegen die Kinderhausärztin, als auch gegen eine Assistenzärztin des Vivantes-Klinikums und gegen einen Notarzt“, sagt Detlev Stoffels, der Anwalt, der die Eltern des Kindes strafrechtlich vertritt. Alan Bauer, der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, sagt auf Anfrage: „Ich kann bestätigen, dass in diesem Fall bei der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung geführt wird.“Der tragische Tod von Noah Z. ist kein Einzelfall. Wie jetzt bekannt wurde, starben in Berlin in jüngerer Vergangenheit zwei weitere Kinder wegen mutmaßlicher Behandlungsfehler. Auch in diesen beiden Todesfällen wurde Strafanzeige erstattet, berichtet Anwalt Jörg Heynemann, der Noahs Eltern zivilrechtlich vertritt.








