Im Fall des zweijährigen Noah aus Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft weiter wegen fahrlässiger Tötung gegen mehrere Ärzte. Die Eltern des 2024 gestorbenen Jungen sprechen von fatalen Fehlern und haben Anzeige erstattet. Sie sagen, ihr Sohn hätte bei fachgerechter Behandlung gerettet werden können.Der kommunale Berliner Klinikkonzern Vivantes, bei dem eine Assistenzärztin angezeigt worden ist, weist die Vorwürfe zurück. Gegenüber der Berliner Zeitung erklärt er: „Der Fall wurde intern aufgearbeitet. Demnach wurde das Kind in der Kinderrettungsstelle regelgerecht untersucht. Da die Eltern aber aktuell juristisch gegen Vivantes vorgehen, können wir zu Einzelheiten leider keine Stellung nehmen.“Noahs Eltern haben sich erst jetzt an die Öffentlichkeit gewandt, da sie sich dazu vorher außerstande sahen. Der Vater sagt, sie seien seit Noahs Tod „durch die Hölle“ gegangen. Das nun eingeleitete juristische Verfahren sehen die Zanders auch als einen wichtigen Teil der persönlichen Aufarbeitung.

Ermittlungsverfahren gegen Ärzte eingestellt

Die Anwälte von Noahs Eltern wurden mit zwei weiteren Fällen betraut, in denen Kinder durch mutmaßliche Behandlungsfehler gestorben sein sollen. Zumindest in einem dieser Fälle hat die Staatsanwaltschaft wohl das Ermittlungsverfahren gegen Ärzte einer Berliner Klinik eingestellt.Der Vater eines schwer erkrankten, zwei Jahre alten Jungen aus Spandau hatte nach Angaben seines Rechtsbeistands im Jahr 2023 dreimal die Notaufnahme einer Berliner Klinik aufgesucht. Trotz einer Lungenentzündung sei das Kind aber erst beim dritten Mal stationär aufgenommen worden. Der Junge starb dort kurz darauf im Beisein des Vaters.Es hätten keine Behandlungsfehler nachgewiesen werden können, heißt es nun aus Ermittlerkreisen. Der Anwalt der Familie soll gegen die Einstellung des Verfahrens Beschwerde bei der Generalstaatsanwaltschaft in Berlin eingelegt haben – ohne Erfolg.