Die Ukraine zwingt Russland mit ihren gezielten Drohnenangriffen auf Schiffe im Asowschen Meer zum Ausweichen auf neue Transportwege.Derzeit würden in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden und der Wirtschaft »alternative Schifffahrtsrouten ausgearbeitet«, teilt das russische Landwirtschaftsministerium mit. Die Exporte würden aber fortgesetzt.

Die Lage im Asowschen Meer werde weder die Lebensmittelversorgung des Binnenmarktes noch Russlands Exportfähigkeit beeinträchtigen, zeigt sich das Ministerium zuversichtlich. Die Versorgungslogistik werde »bei Bedarf umgeleitet«.Auch das russische Verkehrsministerium teilt mit, es ergreife »alle notwendigen Maßnahmen, um angesichts der zunehmenden feindlichen Angriffe« auf die Schifffahrt im Asowschen Meer einen reibungslosen Ablauf der Frachtlogistik zu gewährleisten. Ein Teil der Fracht werde gegebenenfalls »auf andere Verkehrsträger umgeleitet«.

Nähere Angaben machten die Ministerien zunächst nicht. Laut der Nachrichtenagentur Reuters wäre die Abwicklung von Getreideexporten etwa über andere russische Schwarzmeer- oder Ostseehäfen denkbar. Allerdings wurden auch diese in der Vergangenheit bereits Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.Versorgung der Krim wird immer schwierigerDas Asowsche Meer ist ein Binnenmeer und ein Nebenmeer des Schwarzen Meeres. Beide Meere sind durch die Meerenge von Kertsch verbunden. Es ist eine wichtige Exportroute für landwirtschaftliche Erzeugnisse – darunter Getreide aus der besetzten Ukraine, das nach Angaben Kyjiws »gestohlen« wurde.