Fünf Jahre nach der Ahrtal-Flut leben wir mitten in einer neuen Klimakatastrophe. Die Anti-Klimapolitik von Schwarz-Rot ist vor diesem Hintergrund ein Hohn.

F ünf Jahre ist es nun her, dass das Tief „Bernd“ über das Ahrtal herfiel. Der extreme Regen ließ die friedlich plätschernde Ahr zur zerstörerischen Flutwelle mutieren. In den vom Unwetter betroffenen Regionen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem belgischen Wallonien starben mehr als 200 Menschen. Tausende An­woh­ne­r*in­nen wurden obdachlos.

Tausende Gebäude, zahlreiche Brücken und Straßen wurden weggespült. Versicherungen zahlten Milliarden, der Bund stellte bis zu 30 Milliarden Euro für einen Aufbau-Fonds bereit. Armin Laschet (CDU) kicherte und fiel unter anderem deshalb im Rennen um die deutsche Kanzlerschaft zurück, die schließlich Olaf Scholz (SPD) einigermaßen überraschend gewann. Die Ahrtal-Katastrophe war auf vielen Ebenen ein Einschnitt für Deutschland.

Das gilt auch, weil es eine der ersten Klimakatastrophen war, die in der Öffentlichkeit breit als solche benannt und wahrgenommen wurde. Wis­sen­schaft­le­r*in­nen haben klar gezeigt: Das war kein Zufall, kein normales Wetterchaos. Das waren mindestens zum Teil der Mensch und seine Treibhausgasemissionen aus Kohlekraftwerken, Autos, Gas-Pipelines oder Rindermägen.