Emirate: Toter bei iranischen Angriffen auf ÖltankerIran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei ihrer Öltanker in der Straße von Hormus angegriffen. Ein Besatzungsmitglied sei getötet worden, teilte das Verteidigungsministerium in Abu Dhabi am Dienstag mit. Zudem gebe es acht Verletzte. Das Ministerium verurteilte die Angriffe als „schwerwiegenden Verstoß gegen das Völkerrecht, der die Sicherheit und Stabilität in der Region gefährdet“. Die beiden Tanker waren den Angaben zufolge von iranischen Marschflugkörpern getroffen worden, als sie auf der südlichen Route in der Straße von Hormus in omanischen Hoheitsgewässern unterwegs waren.Die Vereinigten Arabischen Emirate sind ein wichtiger Verbündeter der USA in der Golfregion und wurden im Irankrieg immer wieder zum Ziel iranischer Vergeltungsangriffe. Klaus BardenhagenIran bestätigt Raketen- und Drohnenangriffe auf Ziele in BahrainWaffenlager, „ein Satellitenkommunikationszentrum und ein Wohngebäude der US-Streitkräfte“ auf einem Militärstützpunkt seien ins Visier genommen worden, teilten die iranischen Revolutionsgarden nach Angaben des staatlichen Fernsehsenders Irib mit.Klaus BardenhagenGrüne: Marine-Schiffe zurück in heimische Gewässer Die Grünen fordern Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) angesichts der neuen Eskalation auf, die beiden für mögliche Minenräumeinsätze in den Mittleren Osten verlegten deutschen Schiffe zurückzuholen. Jeder Tag erhöhe den Druck, die Besatzungen nicht länger vor Ort zu lassen, sagte Sara Nanni, sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion.Sie kritisierte, dass die Beatzungen im Unklaren gelassen würden, wo sie die nächsten Wochen und Monate verbrächten. Die Ungewissheit betreffe auch Familien und Freunde.„Das Parlament beginnt seine sitzungsfreie Zeit und Verteidigungsminister Pistorius lässt die Besatzung unnötig lange im Einsatz. Ich habe dafür kein Verständnis. Die personellen und materiellen Ressourcen der Bundeswehr müssen umsichtig und sorgsam eingesetzt werden. Wer weiß, wofür man diese noch braucht.“Die Bundesregierung hatte bereits vor Wochen das Minenjagdboot „Fulda“ und das Versorgungsschiff „Mosel“ in die Region geschickt, um dort für einen Einsatz zur Räumung von Minen in der Straße von Hormus bereitzustehen. Pistorius selbst hatte Anfang Juli erklärt, derzeit sei nicht absehbar, dass Bedingungen für einen Militäreinsatz zur Sicherung des wichtigen Handelswegs bald erfüllt würden. Klaus BardenhagenErneut Sirenengeheul in Bahrain Nach erneuten amerikanischen Angriffen auf Ziele in Iran heulen im Golfstaat Bahrain wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium des mit den USA verbündeten Landes rief die Einwohner in der Nacht über X auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Weitere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Bahrain wie auch Kuwait, die zuletzt im Zentrum iranischer Vergeltungsangriffe standen, hatten erst in der Nacht zuvor von feindlichem Raketenbeschuss berichtet.Klaus BardenhagenNach Beginn der erneuten Welle von Angriffen des US-Militärs auf Ziele in Iran haben örtliche Medien Explosionen an der Südküste des Landes gemeldet. Laut der den mächtigen iranischen Revolutionsgarden nahestehenden Nachrichtenagentur Fars sowie dem regierungstreuen Sender Press TV gab es in der Nacht mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf. Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet.Trotz der jüngsten Eskalation nennt Donald Trump eine Verhandlungslösung weiterhin möglich. „Ja, ich glaube, ein Abkommen ist möglich“, sagte der US-Präsident am Montag im Weißen Haus kurz nach dem Beginn der neuen Angriffe. „Wir hatten uns vor zwei Tagen mit ihnen geeinigt, und dann sagten sie: 'Oh, diesen Deal können wir nicht machen. Wir müssen noch weiter darüber verhandeln.'“Ben MenglerUS-Militär: Haben neue Angriffe auf Iran begonnenDas US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele an. Um 16.45 US-Ortsküstenzeit (22.45 deutscher Zeit) hätten die Streitkräfte die dritte Nacht in Folge Angriffe gestartet, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Diese Angriffe würden die Fähigkeit Irans weiter einschränken, Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es. US-Präsident Donald Trump hatte kurz zuvor bereits weitere Angriffe seines Landes auf Iran angekündigt. Man werde das Land heute Abend hart treffen ‒ genau wie morgen, sagte er am Montagnachmittag (Ortszeit) in einem Radiointerview. Iran könne nichts dagegen tun, hob er hervor. US-Streitkräfte hatten in den vergangenen Tagen wiederholt iranische Ziele angegriffen. Das Militär begründete dies mit Attacken Irans auf Schiffe in der Straße von Hormus. Iran reagierte auf die US-Angriffe wiederum mit Vergeltungsangriffen ‒ etwa auf Golfstaaten. All das befeuerte in der Region die Sorge vor einem vollständigen Wiederaufflammen des Kriegs ‒ zumal Trump die Waffenruhe mit Teheran vor wenigen Tagen für beendet erklärt hatte.Ben MenglerTrump droht Iran mit Angriff auf Tunnelsystem im Kuh-e KolangUS-Präsident Donald Trump droht Iran mit einem Angriff auf das stark befestigte Tunnelsystem im Berg Kuh-e Kolang. „Wir werden Pickaxe Mountain ausschalten“, sagt Trump in einem Radiointerview und verwendet ​damit den in den USA gebräuchlichen Namen. „Sagen Sie den Iranern, sie sollen sich auf etwas gefasst machen.“ Die Anlage nahe dem beschädigten Atomkomplex Natans liegt Experten zufolge so tief unter der Erde, dass sie selbst von den stärksten bunkerbrechenden US-Bomben kaum zerstört werden kann. Zudem kündigt Trump neue Militärschläge gegen Iran an. „Wir werden sie ⁠heute Abend sehr hart treffen und wir werden sie morgen hart treffen.“Ben MenglerRaketenangriff auf Saudi-Arabien abgewehrtDie von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hat nach eigenen Angaben ballistische Raketen abgefangen, die von der Huthi-Miliz abgeschossen worden sein sollen. Sie wurden einem Sprecher der Koalition zufolge auf die südliche Region Saudi-Arabiens abgefeuert. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa hatte es am frühen Nachmittag Luftangriffe auf den Flughafen gegeben. Die Huthi warfen Saudi-Arabien vor, diese durchgeführt zu haben und drohten mit Vergeltung. Die jemenitische Regierung reklamierte die Angriffe auf den Flughafen für sich. Damit sollte die Landung eines iranischen Flugzeugs auf jemenitischem Boden verhindert werden. Das jemenitische Verteidigungsministerium hatte zuvor gewarnt, man werde mit „allen verfügbaren Mitteln“ gegen nach seiner Darstellung von Iran und den Huthi begangene Verletzungen des jemenitischen Luftraums vorgehen.Ben MenglerUSA: Seeblockade beginnt ab Dienstag 22.00 Uhr MESZDas US-Militär verhängt nach Angaben des von der US-Marine geführten Joint Maritime Information Center (JMIC) am 14. Juli um 22.00 Uhr ​MESZ eine Seeblockade gegen Iran. Die Maßnahme gelte für jeglichen Schiffsverkehr unabhängig von der Flagge und umfasse die gesamte iranische Küste einschließlich aller Häfen und Ölterminals. Die Durchfahrt neutraler Schiffe durch die Straße von Hormus zu Zielen außerhalb Irans werde nicht behindert. Humanitäre ⁠Hilfslieferungen seien nach vorheriger Inspektion weiterhin zulässig.US-Militär: Angriff auf iranische U-Boot-Anlage am SonntagDas amerikanische Militär hat nach eigenen Angaben am Sonntag eine Wartungsanlage für U-Boote und ​Schiffe in Iran angegriffen. Bei dem Einsatz seien Einweg-Drohnen genutzt worden, teilt das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Damit seien die Fähigkeiten Irans eingeschränkt worden, weiterhin die Handelsschifffahrt zu attackieren. Eine iranische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Straße von Hormus: Trump will Abgabe in Höhe von 20 Prozent auf Fracht Donald Trump hat die Wiedereinführung einer Seeblockade gegen Iran angekündigt. Der amerikanische Präsident schrieb am Montag auf seiner Plattform Truth Social, die Blockade in der Straße von Hormus richte sich gegen Schiffe Irans und deren Kunden. Alle anderen Länder würden die Meerenge „fair und frei“ nutzen können. Allerdings würden die USA eine Abgabe in Höhe von „20 Prozent auf jede verschiffte Fracht“ erheben. Diese seien für die Sicherheit und den Schutz in diesem äußerst instabilen Teil der Welt erforderlich. „Die USA werden von nun an als DER WÄCHTER DER STRASSE VON HORMUS bekannt sein“, schrieb er. Trump: Werden Straße von Hormus wahrscheinlich kontrollieren Der amerikanische Präsident Donald Trump schließt eine Übernahme der Kontrolle über die strategisch wichtige Straße von Hormus durch die USA nicht aus. „Wir werden die Meerenge behalten und sie wahrscheinlich kontrollieren“, sagte Trump in einem Telefoninterview ‌mit dem US-Fernsehsender Fox News. Die USA würden zum „Schutzengel der Meerenge“ werden. Für diesen Einsatz müsse das Land jedoch finanziell entschädigt werden, sagte er. E3 verurteilen „ruchlose Angriffe Irans“ Deutschland, Frankreich und Großbritannien verurteilen „die ruchlosen Angriffe Irans ​auf die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus und auf Länder in der Region, darunter Katar, Kuwait, Oman und Jordanien“. In einer Erklärung der E3 genannten europäischen Staaten heißt es weiter: „Die Achtung ⁠der Souveränität über Küstenmeere sowie die Freiheit der Schifffahrt sind grundlegende Prinzipien des Völkerrechts.“ Zugleich fordern die drei Staaten die „Wiederherstellung des Waffenstillstands und die Wiederaufnahme der Verhandlungen“ zwischen den USA und Iran. London geht härter gegen Irans Revolutionsgarde und ihre Unterstützer vorDie britische Regierung stuft die Revolutionsgarde in Iran als eine „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ ein. Damit wird jede Art von Unterstützung der iranischen Militärmilizen im Vereinigten Königreich unter Strafe gestellt. Die islamische Bewegung der Leute der rechten Hand (HAYI) wurde vom britischen Innenministerium in gleicher Weise eingestuft. Dieser mutmaßlich vom iranischen Geheimdienst gesteuerten Gruppierung wird die Verantwortung für zahlreiche Brandanschläge und Attacken auf jüdische Einrichtungen in Großbritannien zugeschrieben.Mit der Einstufung gehen Gesetzesverschärfungen einher, die der Polizei und den Geheimdiensten in Großbritannien zusätzliche Kompetenzen verleihen, um gegen Spionage, ausländische Einmischung, Sabotage und Angriffe ausländischer Gruppen vorzugehen. Die Strafverfolgungsbehörden müssen künftig nicht länger in jedem Fall den Beweis führen, dass Mitglieder einer solchen Gruppierung zu einer bestimmten Tat aus dem Ausland angeleitet wurden. Jemens Militär beschießt Flughafen in Sanaa Der Krieg gegen Iran richtet sich nicht nur gegen die Islamische Republik, sondern auch gegen seine Verbündeten. Am Montag wurde deshalb offenbar der internationale Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa unter Beschuss genommen. Nach Angaben des Militärs sollte so die Landung eines iranischen Flugzeugs ⁠verhindert werden. Die Streitkräfte hätten die Start- und Landebahn attackiert, teilte Jemens Verteidigungsministerium mit. Sanaa wird von den mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen kontrolliert. Die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien und anderen Golfstaaten unterstützt wird, hat ihren Sitz in Aden im Süden des Landes. Ein Huthi-Sprecher beschuldigte Saudi-Arabien des Angriffs und kündigte eine Reaktion an. Er sagte, saudische Kampfflugzeuge hätten den jemenitischen Luftraum verletzt, um die Landung eines Zivilflugzeugs zu verhindern, das mehr als 200 Menschen, darunter Patienten, nach Sanaa beförderte. Die Huthi drohten Saudi-Arabien, dass sie auf jede Verletzung des Luftraums mit „Angriffen auf Flughäfen und lebenswichtige Ziele zu Lande und zu Wasser“ reagieren würden. Die Flüge zwischen Sanaa und Teheran würden fortgesetzt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software