Demnach planen nur noch 52 Prozent der ‌Unternehmen, in den kommenden sechs Monaten in ihren Betrieb zu investieren. Im Vergleich zur Herbstumfrage 2025 stagnierten die Geschäftserwartungen auf schwachem Niveau – nur 26 Prozent setzten auf Besserung und 20 Prozent erwarten sogar eine Verschlechterung, wie die Umfrage von DZ Bank und dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) unter gut 1000 mittelständischen Firmen zeigt.Das ​angespannte wirtschaftliche Umfeld verschärft demnach die Lage für die kleinen und mittleren Unternehmen. Die Belastungen durch Energie-, Rohstoff- und ⁠Materialkosten nahmen binnen ⁠sechs Monaten weiter deutlich zu. 67 Prozent der Firmen sehen Energiekosten als Problem und 57 Prozent die Rohstoff- und Materialkosten.

Wachstum im AuslandDie Sorgen über einen Produktmangel oder verspätete Lieferungen stiegen innerhalb der vergangenen ‌sechs Monate um 13 Prozentpunkte auf 31 Prozent. Der Kostendruck schlägt sich ​in den Preiserwartungen nieder: ‌43 Prozent der Betriebe planen der Umfrage zufolge Preiserhöhungen, nur knapp fünf Prozent rechnen mit sinkenden Preisen.

Die geringste Investitionsbereitschaft seit Beginn der Umfrage 1995 sei ein Warnsignal für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands, sagte DZ Bank-Firmenkundenvorstand Stefan ‌Beismann. »Viele mittelständische Unternehmen haben derzeit mit schwacher Nachfrage, steigenden ​Kosten und hoher geopolitischer Unsicherheit gleichzeitig zu ‌kämpfen.« In einer solchen Lage konzentrierten sich Betriebe stärker auf Liquidität, Kostenkontrolle ‌und darauf, ihre ​Lieferketten abzusichern. Investiert werde hierzulande derzeit vor allem in die Bestandssicherung.