PfadnavigationHomePanorama„Fernsehgarten“Andrea Kiewel löst mit „Ching Chang Chong“-Phrase Kritik aus – ZDF reagiert auf Rassismus-VorwurfStand: 14:13 UhrLesedauer: 2 MinutenAndreas Kiewel moderiert den ZDF-„Fernsehgarten“Quelle: Sascha Baumann/ZDF/dpaDer „Fernsehgarten“ lud zur „90er Dance Party“, auch Pokémon-Karten waren ein Thema. Moderatorin Andrea Kiewel witzelte dabei über die chinesische Sprache – und bat anschließend um Verzeihung.Die Moderatorin des ZDF-„Fernsehgartens“, Andrea Kiewel, hat sich nach Rassismus-Vorwürfen für den klischeehaften Ausruf „Ching Chang Chong“ entschuldigt. „Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint“, teilte der Sender in Mainz mit. „Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür.“Der „Fernsehgarten“ am vergangenen Sonntag stand unter dem Motto „90er Dance Party“. Thema in der Sendung war auch die in den 1990er Jahren groß gewordene Pokémon-Welt. Der Boom um Pokémon begann mit der Entwicklung eines Spiels in Japan. Mittlerweile umfasst das Pokémon-Imperium neben Videospielen auch TV-Serien oder Kinofilme. Weltweit werden Karten mit den Taschenmonstern („Pocket Monsters“) gesammelt und getauscht.Ein vermeintlicher Scherz, der als „herabwürdigend und rassistisch“ empfunden wird Zwei Sammlerinnen zeigten Kiewel in der Sendung eine Reihe an Pokémon-Karten, darunter ein Kartenset in verschiedenen Sprachen. Beim Betrachten einer japanischen Karte sagte die Moderatorin „Chinesisch“, gefolgt von „Ching Chang Chong“. Die Lautfolge „Ching Chang Chong“ wird als abwertende Imitation der Phonologie von Mandarin oder Kantonesisch empfunden.Auf die Äußerung reagierten Nutzer in den sozialen Medien mit Unverständnis, unter einem Instagram-Beitrag zu der Ausgabe des „Fernsehgartens“ wurde Kiewel sogar Rassismus vorgeworfen.Auf TikTok beklagte sich etwa der Influencer Mr. Fujicards. „Was die Moderatorin dort gesagt hat, zeigt mal wieder, wie tief der Alltagsrassismus in den Medien sitzt“, beschwerte er sich. „Es ist die Reproduktion von rassistischen Stereotypen, die viele asiatische Menschen tagtäglich erleben.“Lesen Sie auchDass Kiewel japanische Schriftzeichen fälschlicherweise als chinesisch bezeichnet, sei ebenfalls bezeichnend. „Ist ja eh alles das Gleiche“, sagte der Content-Creator sarkastisch.Lesen Sie auchDer Ausspruch von „Ching Chang Chong“ mache ihn dann nur noch „fassungslos“. „Ich meine, in welchem Jahrhundert leben wir, dass das ihre erste Reaktion ist? Ich kann es wirklich nicht nachvollziehen“, schließt Mr. Fujicard seine Kritik.Von ihrem Sender in Mainz hieß es: „Das ZDF stellt sich explizit gegen jede Form von Rassismus.“krott mit dpa