Gelb getönte Sonnenbrille, Goldkette, unverkennbarer Bart, krasser Londoner Straßen-Dialekt: Ali G ist zurück. Die Kunstfigur, die Ende der Neunzigerjahre prominente und nicht prominente Leute von Noam Chomsky bis Donald Trump auf prollig-satirische Art interviewt hatte, machte den Comedian Sacha Baron Cohen weltberühmt. Immer wieder schlüpfte Cohen, heute 54, in die Rolle des Hip-Hop-Charakters, bekam eine eigene TV-Show und drehte 2002 den Kinofilm »Ali G in da House«. Doch ab 2014 war Ali G weitestgehend von der Bildfläche verschwunden. Bis jetzt.
Gerüchte um ein Comeback der Kultfigur kursieren schon länger. Zuletzt berichtete das Branchenblatt »Variety« , Cohen habe heimlich einen kompletten Film rund um den Satirecharakter abgedreht. Ein Sprecher von Cohen wollte sich zunächst nicht äußern.
Sacha Baron Cohen im Kinofilm »Ali G in da House«
Sacha Baron Cohen im Kostüm bei WimbledonNun aber heizte Cohen die Spekulationen selbst weiter an – und brachte Ali G als Zuschauer nach Wimbledon. Gut erkennbar in alter Kostümierung saß Cohen als Ali G im Publikum, filmte sich selbst, wie er das Tennisfinale der Männer (Lesen Sie hier alles zum Match zwischen Alexander Zverev und Jannik Sinner) süffisant kommentierte – und mit Trainingsjacke, Mütze und Goldkette den ziemlich formalen Wimbledon-Dresscode sprengte.










