Es ist gar nicht so leicht zu ermitteln, welche Organisation mehr Boykottaufrufe gesammelt hat: die Fifa oder McDonald’s? Was sie eint, ist die globale Strahlkraft, die vor allem bei der WM nicht zu übersehen ist. Auf ungezählten Banden der Fußballstadien leuchtet das gelbe M, Spielerikonen wie Lamine Yamal (18), Bastian Schweinsteiger (41) oder David Beckham (51) prangen auf Colabechern . Fast Food ist zwar Gift für den Fitnesswert, aber durch die Fußball-WM hoffen die Anbieter auf ordentlich Rückenwind – trotz des frühen Ausscheidens der deutschen Mannschaft.

Nur an der Börse ging es zuletzt abwärts. Die Zutaten Inflation, hohe Energiepreise und Konsumzurückhaltung sind ein schlechtes Rezept für steigende Kurse. „Die Kaufzurückhaltung ist spürbar“, sagt Markus Suchert, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband der Systemgastronomie in Deutschland gegenüber dem manager magazin. „Viele Unternehmen reagieren mit preislich attraktiven Angeboten, Aktionen und Menüs, um preissensible Gäste anzusprechen.“ Das manager magazin stellt die größten Ketten vor.

Überzeugt Warren Buffett nur beim Frühstück: McDonald’s-CEO Chris Kempczinski wirbt um Investoren

Besonders beobachtet wird dabei die Strategie von Chris Kempczinski (57). Als CEO von McDonald’s muss er den weltweiten Marktführer durch die schwierige Zeit manövrieren. Und Kempczinski gibt sich optimistisch. „Unsere Menüinnovationen bieten den Kunden genau das, was sie sich wünschen“, frohlockte er bei der Präsentation der Quartalszahlen für die ersten drei Monate dieses Jahres.Der Umsatz von McDonald’s stieg in diesem Zeitraum systemweit um 11 Prozent, so der Konzernchef. Der Trend aus dem Vorjahr wurde also beibehalten. Man habe den Kunden zugehört und günstigere Menüs um 5 Dollar ins Angebot genommen, hatte Kempczinski schon bei der Präsentation der Jahreszahlen gesagt. In Deutschland warb der börsennotierte Konzern zudem mit der gesenkten Mehrwertsteuer für die Gastronomie, die man weitergeben wollte.