Eine Forschungsgruppe aus den USA hat anhand von Satellitenbildern nachgewiesen, dass Adeliepinguine in der Antarktis infolge des Klimawandels ihre Ernährung umstellen, mit direkten Folgen für die Population. Das hat die University of California, Santa Cruz jetzt öffentlich gemacht und spricht von einer innovativen Methode, die künftig auch auf andere Spezies angewendet werden könnte. Die Forscherinnen und Forscher haben Spektralaufnahmen der Landsat-Satelliten ausgewertet und damit die Zusammensetzung des Kots der Pinguine untersucht. Die brüten in großen Kolonien, die aus dem All erforscht werden können. Für fast die komplette Population der Adeliepinguine konnten sie dadurch ermitteln, was sie zwischen 1984 und 2013 vorwiegend gefressen haben.
Folgen des Klimawandels erkennbar
Für die wegweisende Analyse hat das Forschungsteam zuerst Proben der Ausscheidungen der Pinguine im Labor untersucht und damit ein Profil für die Spektralanalysen aus dem Weltraum erstellt. Anhand der historischen Satellitenaufnahmen konnte ermittelt werden, ob die Pinguine relativ mehr Fisch oder mehr Krill gefressen haben. Je weniger die Gewässer um die Pinguine vereist waren, desto größer war demnach der Anteil des Krills an der Ernährung. Aus früher Forschung wisse man bereits, dass damit gefütterte Jungtiere schlechtere Überlebenschancen haben und vergleichsweise kleiner bleiben. Die Auswertung der Satellitenbilder hat demnach bestätigt, dass Kolonien, in denen weniger Fisch gefressen wurde, geschrumpft sind. Im Zuge der Klimaerwärmung wird deren Zahl steigen.








