Ein irakisches Ehepaar ist wegen der Versklavung jesidischer Mädchen und Mitgliedschaft in der Terrorvereinigung Islamischer Staat (IS) verurteilt worden.Das Oberlandesgericht (OLG) München verhängte eine lebenslange Freiheitsstrafe gegen den Mann und eine Jugendstrafe von neuneinhalb Jahren gegen die Frau – unter anderem wegen Völkermordes, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass das Paar im Irak zwei jesidische Mädchen als Sklavinnen kaufte und ausbeutete. Nach Überzeugung des Gerichts missbrauchte der Mann die Kinder zudem sexuell. Zuvor hatte er als Friseur in München gearbeitet; später soll er sich in einer Moschee radikalisiert haben.„Die monströse Gewalt liegt so fern jeglicher Menschlichkeit, dass sie unwirklich erscheint“, hatte die Vertreterin des Generalbundesanwalts erklärt. Alles habe dem Ziel des IS gedient, den jesidischen Glauben zu vernichten. Die heute 30-jährige Ehefrau hatte sich im Prozess entschuldigt und in ihrem letzten Wort gesagt: „Es tut mir leid.“ Ihr Ehemann hatte sich vor Gericht nicht äußern wollen.In Kürze mehr auf SZ.de.
Irakisches Ehepaar wegen Völkermordes verurteilt
Die Bundesanwaltschaft warf dem Paar unter anderem Kriegsverbrechen, Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor, dazu schweren sexuellen Missbrauch von Kindern.










