BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen
Im Rückblick ist da oft der Zweifel: Habe ich zu oft aufs Handy geschaut? Zu früh wieder gearbeitet oder vor Erschöpfung zu selten vorgelesen? Elternsein ohne diese zuweilen quälenden Fragen geht vermutlich nicht. Vor allem die eine große Frage: Hat mein Kind eine gute Kindheit?
Zahllose Ratgeber versuchen, Antworten zu geben. Nur: Was ist das überhaupt – eine gute Kindheit? Und ist sie wirklich so irreversibel, wie wir oft glauben?
Die Güte der Kindheit lässt sich nicht messen. Trotzdem scheint es bestimmte Faktoren und bestimmte Bedingungen zu geben, die aus Sicht von Psychologinnen und Wissenschaftlern eine solide Basis für das spätere Leben bieten. Worauf es wirklich ankommt, ist aber im Rauschen der Studienergebnisse nicht immer erkenntlich. Denn mittlerweile lässt sich fast jede Interaktion mit Kindern entwicklungspsychologisch deuten. Wie man mit ihnen spricht, auf Wut reagiert, wie viel Frust man ihnen zumutet. Die moderne Entwicklungspsychologie und die Neurowissenschaften erzeugen mit Bindungsstudien, Stressforschung und Gehirnscans heute ein immer detaillierteres Bild davon, wie sehr frühe Erfahrungen wirken können. Dass die Kindheit prägend ist und wichtige Grundsteine für die spätere psychische Entwicklung legt, verstand schon Sigmund Freud.










