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»Aber alle anderen haben auch eins!« Eltern von Schulkindern kennen diesen Satz. Alle Eltern. Weltweit. Der Wunsch nach dem eigenen Smartphone. Geäußert als Kinderquengeln. Nur: Dieses Quengeln ist längst Teil einer gesellschaftlichen Debatte, einer weltweiten. Was einerseits daran liegt, dass die Sehnsucht nach dem eigenen Smartphone ab einem gewissen Alter sehr groß ist. Andererseits daran, dass Smartphones mittlerweile ein ähnlich schlechtes Image haben wie Tabak, Alkohol oder Zucker.

Bildschirmzeit, so wird suggeriert, ist der neue Schokoriegel. Bundeskanzler Friedrich Merz beklagte kürzlich in einem Podcast die hohe Bildschirmzeit von 14-Jährigen: Da dürfe man sich über »Probleme im Sozialverhalten« nicht wundern. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron fordert gar einen Offlinetag für die Jugend, damit sie lesen, schreiben und Theater spielen kann. Und der Forscher Jonathan Haidt findet, Kinder sollten miteinander spielen statt mit Bildschirmen.