Der designierte CDU-Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl, Finanzsenator Stefan Evers, hat einen strikten Sparkurs angekündigt und kostenlose Angebote des Landes „für Gutverdiener“ infrage gestellt. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach wies die Vorstöße umgehend zurück.
Berlin könne auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben, als es erwirtschafte, sagte Evers der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der er nach seiner Nominierung Ende vergangener Woche sein erstes Interview gab. Er halte nichts von „Kostenlos-Politik für gutverdienende Eltern, die sich Schulmittagessen leisten können“. Das empfinde er als ungerecht. Auch bei teuren Vorschriften etwa im Baubereich oder beim Datenschutz sieht Evers Einsparpotenzial.
Krisenbürgermeister
Blackout, Tennis, Unwahrheiten: Der politische Niedergang von Kai Wegner
Evers übernimmt die Spitzenkandidatur, nachdem der bisherige Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) seinen Verzicht erklärt hatte. Von öffentlichen Personaldebatten halte er nichts, sagte Evers. Wegners Rückzug verdiene Respekt. Mit seiner Kandidatur beginne aber „ein neues Kapitel". Er habe seinen „eigenen Kopf“ und „eigenen Stil“.










