Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach schließt eine Zusammenarbeit mit dem designierten CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers nach der Wahl im September nicht aus.»Mit Stefan Evers arbeiten wir aktuell zusammen und natürlich ist das auch eine Möglichkeit für die Zukunft«, sagte Krach dem Nachrichtenportal »Politico«. Evers ist im Berliner Senat für Finanzen und Kultur zuständig. Nach dem Rückzug von Kai Wegner soll Evers die CDU als Spitzenkandidat in die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus im September führen.
Der CDU-Landesvorstand kommt am späten Nachmittag zusammen und will final über Evers' Kandidatur entscheiden. Die Erwartungen in der Partei an den 46-Jährigen sind hoch.Krach sieht »neue Situation«Eine Zusammenarbeit mit Berlins noch Regierendem Bürgermeister Kai Wegner hatte Krach zuletzt ausgeschlossen. »Ich habe aber ausdrücklich nicht gesagt, dass eine Zusammenarbeit mit der CDU nicht mehr infrage kommt. Und natürlich ist das jetzt eine neue Situation.«
Vorbehalte hat Krach trotzdem. Evers habe Wegner bis zum letzten Tag unterstützt. »Von daher ist das System Wegner ja nicht beendet. Und natürlich stellt sich auch die Frage, welche Rolle der Finanzsenator in der Fördergeldaffäre gespielt hat.«Wegner habe das Amt des Regierenden Bürgermeisters massiv beschädigt und auch den Ruf Berlins, so Krach. Der CDU-Politiker hatte am Freitag angekündigt, wegen seiner missglückten Krisenkommunikation während eines großen Stromausfalls in Berlin im Januar auf die Spitzenkandidatur zu verzichten.













