Berlins Finanzsenator Stefan Evers soll die Spitzenkandidatur der CDU zur Abgeordnetenhauswahl im September übernehmen. Darauf hätten sich die CDU-Kreisvorsitzenden bei einem Treffen geeinigt, sagte CDU-Fraktionschef Dirk Stettner der Nachrichtenagentur dpa. Auch dem SPIEGEL liegen entsprechende Informationen vor. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner hatte die Kandidatur zuvor aufgegeben.
Endgültig über die Nachfolge entscheiden muss der CDU-Landesvorstand. Evers soll nach Willen der Kreisvorsitzenden kommissarisch auch CDU-Landeschef werden.Wegner sagte nach seinem Rücktritt, er wolle den Weg frei machen, »dass die CDU nicht durch Personaldebatten in den nächsten Tagen und Wochen weiter geschwächt wird«. Es gehe ihm darum, nach der Wahl zum Abgeordnetenhaus ein Linksbündnis unter Führung der Linkspartei zu verhindern.
Nach einem Eilantrag des »Tagesspiegels« musste Wegners Senatskanzlei schließlich zugeben, am 3. Januar vor 12.45 Uhr keine dienstlichen Telefonate zum Blackout geführt zu haben. Gegenüber dem Sender Welt TV hatte er noch behauptet: »Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen. Ich habe mit den Krisenstäben telefoniert, mit Stromnetz.«











