Linke Hochburg Göttingen: Der rote Schock

Ein junger Rechtsextremer sticht auf einen Antifaschisten ein, der überlebt nur knapp. Die linke Szene fragt sich nun: Wie konnte es dazu kommen?

Die Messerattacke hat die Göttinger Linke mobilisiert, hier bei einer Demo Ende Juni nach der Tat

PM Cheung/AdoraPress

Da war natürlich erst mal der Schock, berichtet Lou*, während sie mit ein paar weiteren Göttinger Antifaschist:innen bei Kaffee und Mate im Kreis sitzt. Sie kam an jenem Sonntagmittag vor drei Wochen gut gelaunt nach Hause, ehe die Nachricht auch zu ihr durchsickerte: Mit „Göttingen: Jungfascho sticht Antifaschisten nieder“ war die Nachricht überschrieben, die sich seit dem Vormittag über linksradikale Portale verbreitete.