Stand: 12.07.2026 • 04:55 Uhr

Zehntausende Migranten verlassen Südafrika aus Angst vor fremdenfeindlicher Gewalt. Viele sind in Länder wie Malawi oder Simbabwe zurückgekehrt. Mitnehmen konnten sie nur das Nötigste. In ihrer Heimat stehen sie vor dem Nichts.

Takesure Nyawo ist wieder zurück in seinem Heimatort Chitungwiza, im Süden von Simbabwes Hauptstadt Harare. 2017 war er mit seiner Frau und seinen Kindern nach Südafrika aufgebrochen, um dort zu arbeiten, ohne gültige Papiere, ohne Aufenthaltsgenehmigung.

Viele Jahre ging das gut. Bis er vor kurzem plötzlich bedroht und in seiner Unterkunft überfallen wurde, wie er der Nachrichtenagentur AFP erzählte: "Sie hatten draußen einen Lieferwagen geparkt. Zuerst nahmen sie den Kühlschrank, dann den Fernseher. Dann gingen sie an meine Werkzeuge, die kleinen Geräte und Bohrmaschinen, sie nahmen einfach alles mit. Als sie aber zurückkommen wollten, um auch noch das Bett mitzunehmen, habe ich die Tür abgeschlossen, denn sie waren mit Messern bewaffnet, mit großen Messern."

Takesure Nyawo und seine Familie vor ihrem Haus in Simbabwe. Noch hat er nach der Flucht aus Südafrika keine Arbeit gefunden.