Es ist ein Aussagen-Wirrwarr, durch das man kaum noch durchblickt: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat nach Angaben der Senatskanzlei zu Beginn des mehrtägigen Stromausfalls in der Hauptstadt Anfang des Jahres ein Telefongespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) geführt. »Erstens stand der Regierende Bürgermeister bereits am 3. Januar mit dem Bundeskanzleramt im Austausch. Zweitens hat der Regierende Bürgermeister am 4. Januar mit dem Bundeskanzler telefoniert«, teilte die Senatskanzlei auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mit.Der »Tagesspiegel« hatte hingegen am Freitag Gegensätzliches berichtet. Die Zeitung zitiert ein Schreiben aus dem Kanzleramt, in dem es heißt, in dem Verfahren »wird mitgeteilt, dass, soweit feststellbar, der Bundeskanzler während der Dauer des fragegegenständlichen Stromausfalls in Berlin im Januar 2026 kein persönliches Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Wegner geführt hat, weder in Anwesenheit persönlich noch telefonisch«.Ein Regierungssprecher bestätigte auf dpa-Anfrage diese Informationen aus einem Schriftsatz des Bundeskanzleramts an das Verwaltungsgericht Berlin. Der »Tagesspiegel« hatte dort nach eigenen Angaben Ende Juni einen Eilantrag auf Grundlage des presserechtlichen Auskunftsanspruchs eingereicht, nachdem das Kanzleramt über Wochen keine näheren Informationen zu entsprechenden Telefonaten geliefert habe.