Die kommenden Wochen könnten zu den wichtigsten Entscheidungen des Kremls seit Beginn des Krieges führen. Die ukrainische Armee hat ihre Angriffe auf Ziele tief im russischen Hinterland in den vergangenen Wochen massiv ausgeweitet, westliche Politiker sprechen seitdem von einem möglichen Wendepunkt im Ukraine-Krieg. Kremlchef Wladimir Putin steht währenddessen vor einer strategischen Weichenstellung: den Krieg wie bisher fortführen, drastisch eskalieren oder doch in Richtung eines Waffenstillstands gehen?
Zu diesem Schluss kommen mehrere ukrainische wie auch russische Analysen. In Kiew und Moskau verweist man darauf, dass der bisherige russische Kriegsansatz zunehmend infrage gestellt wird.
Wie geht Putin weiter vor?
Seit nun schon mehr als vier Jahren setzt Putin auf einen langen Abnutzungskrieg gegen die ukrainische Bevölkerung. Russland hoffte, dank seiner größeren personellen Ressourcen und der Kriegswirtschaft die Ukraine langfristig zu zermürben, ohne eine weitere große Mobilmachung ausrufen zu müssen.
Doch genau dieses Modell werde – auch im Umfeld des Roten Platzes – inzwischen immer häufiger infrage gestellt. Vor allem die anhaltenden ukrainischen Drohnenangriffe auf Raffinerien, Industrieanlagen und Logistikzentren könnten Russlands Wirtschaft erheblich belasten. Hinzu kämen sinkende Ölpreise und steigende Kosten für den Krieg.







