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Ein eindeutig dummer ZugDas Geniale an den Amerikanern, so sagte es der ehemalige Präsident Ägyptens, Gamal Abdel Nasser, in den Fünfzigerjahren einmal, sei, dass sie nie »eindeutig dumme Züge« machten, sondern immer nur »kompliziert dumme Züge«. Spätestens unter Donald Trump hat sich das geändert. Mögen zu Beginn des Irankriegs am 28. Februar noch manche gerätselt haben, ob hinter der Intervention der Amerikaner ein größerer Plan steckt, die Region umzugestalten, ist inzwischen ziemlich offensichtlich, dass sie planlos in diesen Konflikt gestolpert sind. So hat es die Autorin Kim Ghattas in der »Financial Times« gerade treffend zusammengefasst.
Trauerfeier für getöteten iranischen Führer Ali Khamenei: Hartleibiger denn je
Trump hat versucht, die iranische Führung durch Waffengewalt zur Kapitulation zu zwingen. Das Regime in Teheran sollte sein Atom- und Raketenprogramm aufgeben, idealerweise ganz abtreten. Als das nicht klappte, schwenkte der US-Präsident auf Diplomatie um. Sein Vize JD Vance soll mit den Mullahs einen Deal aushandeln. Doch die Verhandlungen stecken in der Sackgasse (mehr dazu hier ). Nicht nur die »New York Times« fragt nun, ob Trump noch einen Plan C für den Nahen Osten hat.Momentan deutet wenig darauf hin. Der Waffenstillstand, auf den sich Iran und die USA im April geeinigt hatten, steht auf der Kippe, beide Seiten griffen sich diese Woche wiederholt an (mehr dazu hier ). Zwar behauptet Trump weiterhin, die Iraner würden um einen Deal betteln. Tatsächlich aber dürfte eher das Gegenteil zutreffen: Das Regime in Teheran wirkt unnachgiebiger und selbstbewusster denn je. Für die kommenden Wochen ist deshalb auch kein Verhandlungsdurchbruch zu erwarten. Eher dürften die wechselseitigen Attacken weitergehen – mindestens bis zu den Zwischenwahlen in den USA im November.







