Heute geht es um die neuen Kampfhandlungen an der Straße von Hormus, um den Streit mit Washington über die Digitalsteuer – und um die Hitzerekorde.

27.06.2026, 06.31 Uhr

Schon wieder fallen die BombenIn Deutschland wird gern und viel über die angebliche Unfähigkeit unserer Regierenden gemeckert. Das ist übertrieben. Was passiert, wenn ein Land wirklich schlecht regiert wird, ist in den USA zu besichtigen.Donald Trumps Irandeal (mehr hier ), mit großem Pomp verkündet, scheint schon nach wenigen Tagen wieder brüchig. Erst attackieren offenbar Iraner ein Schiff in der Straße von Hormus, dann reagieren die Amerikaner mit Vergeltungsschlägen. Eine echte Waffenruhe sieht anders aus. Die Lage an der Straße von Hormus bleibt fragil. Oder besser gesagt: Es herrscht schon wieder das übliche Trump-Chaos. Wie Amerikaner und Iraner ihre geplanten Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenslösung schon bald zu einem Erfolg führen wollen, bleibt ein Rätsel.

US-Präsident Donald Trump

Ganz nebenbei spielt sich noch ein Drama im Drama ab: Im US-Verteidigungsministerium sorgt eine Säuberungswelle unter Pentagonchef Pete Hegseth für erhebliche Unruhe. Topmilitärs, die dem früheren Fox-News-Moderator, aus welchen Gründen auch immer, nicht in den Kram passen, müssen ihre Posten räumen. Oder sie ziehen sich von selbst zurück. Sie werden gegangen, wie man auf Deutsch sagt.Unter den zahlreichen Betroffenen sind einige der besten Soldaten: Für besonderes Entsetzen sorgt unter US-Militärexperten der Rückzug von General Christopher Donahue, dem Chef der amerikanischen Truppen in Europa und Afrika. Mehr Topmilitär geht kaum: Donahue ist Elite-Soldat, er befehligte die Luftlandedivision 82nd Airborne, er sicherte mit seinen Truppen den US-Rückzug aus Afghanistan. Warum er geht: unklar.