„Widersetzen“ nennt sich das linke Bündnis, das am vergangenen Wochenende in Erfurt antrat, um den Bundesparteitag der AfD zu verhindern. Das gelang nicht. Was aber gelang, war, zu demonstrieren, was die Linksextremen von der Pressefreiheit halten. Sie treten sie buchstäblich mit Füßen.Drei Reporter des rechtsgerichteten Portals „Apollo News“ wurden angegriffen, einer bekam Tritte gegen den Kopf ab, ein Berichterstatter der „Jungen Freiheit“ wurde beraubt. Für „Widersetzen“ gehört das offenbar zum üblichen Umgang mit Journalisten, deren Berichterstattung ihnen nicht passt. Man sei nach Erfurt gekommen, um gegen „Faschisten“ vorzugehen, sagte ein Sprecher von „Widersetzen“, und „Faschist:innen mit Presseausweis“ seien noch immer „Faschisten“. Und gegen die – also gegen alle, die „Widersetzen“ entsprechend markiert – ist Gewalt erlaubt.Göring-Eckardt: „Pressefreiheit ist ein unverhandelbares Grundrecht“Dass dem mitnichten so ist, haben in den Tagen nach den Übergriffen alle politischen Parteien betont, die der demokratischen Mitte ebenso wie die der Linken und der AfD. Die wiederum legte in der Aktuellen Stunde des Bundestags am vergangenen Mittwoch zu diesem Thema die Klage auf, es habe bei den anderen Parteien keinen Aufschrei nach den Übergriffen gegeben. „Sie machen sich stillschweigend zu den Komplizen derjenigen, die das getan haben“, sagte der AfD-Fraktionsgeschäftsführer Götz Frömming.Falscher könnte er nicht liegen. Er produziert pure Verleumdung. „Pressefreiheit ist ein unverhandelbares Grundrecht“, sagte Katrin Göring-Eckardt von den Grünen in der Aktuellen Stunde. Gewalttätige Angriffe wie die in Erfurt als „Kollateralschäden im Kampf gegen den sogenannten Faschismus“ zu rechtfertigen, verbiete sich, sagte die CDU-Abgeordnete Caroline Bosbach.Diese und die anderen Verdikte über die „Widersetzen“-Prügler passen der AfD mit ihrer dauernden Opfererzählung aber nicht ins Konzept. Sie klagt Grundrechte nur ein, wenn es um das eigene Lager geht. Ihr Freiheitsverständnis unterscheidet sich nicht von dem der Extremisten von links. Die Feinde der Pressefreiheit und des unabhängigen Journalismus marschieren an beiden Enden des politischen Spektrums auf.