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Energiewende: Bundestag beschließt milliardenschwere Förderung für neue Gaskraftwerke Der Bundestag hat den Weg für neue Gaskraftwerke freigemacht. Mit höheren Anreizen sollen Investoren den Bau von Reservekraftwerken vorantreiben.
09.07.2026 - 18:09 Uhr Ein Gaskraftwerk des Energieversorgers EnBW, das auch wasserstofffähig ist. In dem Kraftwerk werden Wärme und Strom erzeugt. Foto: Bernd Weißbrod/dpaMit höheren staatlichen Anreizen und gelockerten Regeln treibt die Regierungskoalition aus Union und SPD den Bau neuer Gaskraftwerke voran. Der Bundestag verabschiedete am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz. Damit sollen Investoren für die Errichtung steuerbarer Anlagen gewonnen werden, die ab 2031 die Stromversorgung sichern, wenn Wind- und Solarstrom nicht ausreichen. Neue Gaskraftwerke müssen später auf Wasserstoff umgerüstet werden können und ab dem Jahr 2045 klimaneutral betrieben werden.Insgesamt sollen zunächst neue Kapazitäten von elf Gigawatt ausgeschrieben werden, was rund zwölf Gigawatt installierter Leistung entspricht. Die Kosten in Milliardenhöhe sollen über eine Umlage auf den Strompreis finanziert werden.Das Gesetz sieht unter anderem einen Höchstwert bei den Ausschreibungen von 244.000 Euro je Megawatt reduzierter Leistung pro Jahr vor. Diese sogenannten Langzeitkapazitäten müssen bei einer geforderten ununterbrochenen Stromlieferung über zehn Stunden 80 Prozent ihrer Leistung bereitstellen. Mit diesen Änderungen gegenüber dem ursprünglichen Regierungsentwurf reagierte die Koalition auf Kritik aus der Energiewirtschaft, wonach sich bei einem geringeren Preisdeckel und strengeren Vorgaben nicht genügend Investoren finden ließen.Ausschreibungen sollen im September anlaufenAuf diese Langzeitkapazitäten entfallen neun Gigawatt reduzierter Leistung, die zunächst ausgeschrieben werden sollen. Weitere zwei Gigawatt Erzeugungskapazitäten sollen 2027 folgen. Neben Gaskraftwerken können sich grundsätzlich auch Speicher beteiligen, wenn sie die Ausschreibungsbedingungen erfüllen.Nach Angaben aus dem Wirtschaftsministerium sollen die ersten Ausschreibungen noch 2026 im September und Dezember starten. Voraussetzung dafür ist eine beihilferechtliche Genehmigung durch die EU-Kommission. Das Ministerium zeigte sich zuversichtlich, diese rechtzeitig zu erhalten.Die Betreiber erhalten über einen sogenannten Kapazitätsmarkt Geld für das Bereithalten der Anlagen. Die Regierung rechnet dafür im Jahr 2031 mit Kosten von einer bis drei Milliarden Euro, die ab 2032 auf 0,9 bis 2,3 Milliarden Euro jährlich sinken sollen. Finanziert werden soll dies über eine Umlage auf den Strompreis, die ab 2031 erhoben werden soll. Die Details soll ein Kapazitätsmarktgesetz 2027 regeln. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick











