Der 3. Januar verfolgt Kai Wegner bis heute: Was mit dem Stromausfall begann, hat sich längst zu einer Debatte über politische Glaubwürdigkeit entwickelt. Seit dem Blackout im Berliner Südwesten Anfang des Jahres beschäftigt den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) vor allem die Frage, wie er den Ablauf dieses Tages öffentlich dargestellt hat. Im Laufe der vergangenen Monate kamen durch Interviews, parlamentarische Anfragen, Recherchen mehrerer Medien und zuletzt eine gerichtlich erzwungene Auskunft der Senatskanzlei immer neue Details ans Licht. Die Berliner Zeitung rekonstruiert die wichtigsten Stationen.
3. Januar: Der Blackout legt den Berliner Südwesten lahm
Kurz nach 8 Uhr fällt in Teilen von Zehlendorf, Wannsee, Nikolassee und Lichterfelde der Strom aus. Zehntausende Haushalte sind betroffen. Ursache ist nach bisherigen Ermittlungen ein mutmaßlicher Brandanschlag auf eine Kabelbrücke. Während Polizei, Feuerwehr und Netzbetreiber ihre Krisenstäbe hochfahren, bleibt der Regierende Bürgermeister zunächst weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Was genau an diesem Vormittag geschieht, wird erst Monate später Gegenstand intensiver Nachfragen aus Medien und politischer Opposition.












